Digitalisierung sorgt für Ansiedlungs-Boom

Die Wirtschaft der Hauptstadt entwickelt sich weiter positiv. Auch die Bilanzzahlen der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH bestätigten das solide Wirtschaftswachstum Berlins: In 302 Projekten hat Berlin Partner Unternehmen unterstützt, die insgesamt 6.775 neue Arbeitsplätze in Berlin realisieren. Dabei werden rund 552,5 Millionen Euro investiert. Als Wirtschaftsförderer begleitet Berlin Partner Unternehmen sowohl bei der Ansiedlung in Berlin als auch bei ihrem Wachstum am Standort. Seit 2014 hat sich die Zahl der Ansiedlungen auf 126 Unternehmen in 2016 verdoppelt. Vor allem Unternehmen aus dem Süden Deutschlands zieht es nach Berlin, um mit der hiesigen Startup-Szene zusammenzuarbeiten. Zum ersten Mal seit fünf Jahren werden mehr Arbeitsplätze durch Ansiedlungen geschaffen als durch expandierende Bestandsunternehmen.

Ramona Pop, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, sagt: „Berlins Wirtschaft wächst deutlich stärker als der Bundesdurchschnitt. Das ist in erster Linie das Verdienst der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter. Es zeigt, dass die Berliner Wirtschaft gut aufgestellt ist mit ihrer Mischung aus etablierten und jungen Unternehmen.“ Die Senatorin kündigt eine „Digitalisierungsstrategie für Berlin“ an. Ein „Koordinator Digitales Berlin“ werde die verschiedenen digitalisierungsrelevanten politischen Aktivitäten mit den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren vernetzen. „Wir werden die digitale Infrastruktur ausbauen, um digitale Geschäftsprozesse auch optimal abbilden und abwickeln zu können. Hierzu zählen der Ausbau des Glasfasernetzes und des neuen Mobilfunkstandards 5G, die für zukünftige Geschäftsmodelle benötigt werden“, sagt Pop. „Berlin Partner  kann mit Innovationsprojekten, Informationen zu Förderangeboten und vor allem auch mit der Möglichkeit zur Vernetzung zwischen traditionellen Unternehmen und jungen Startups einen wichtigen Teil beitragen.“

Ein Blick auf die Cluster und Branchen zeigt, dass die Digitalwirtschaft weiter für den stärksten Zuwachs an Arbeitsplätzen sorgt. Über die Hälfte aller Arbeitsplätze in von Berlin Partner begleiteten Projekten werden im Cluster IKT, Medien, Kreativwirtschaft realisiert. Es entstehen zudem zahlreiche Arbeitsplätze an der Schnittstelle von Digitalwirtschaft und anderen Branchen wie z. B. der Verkehrswirtschaft: So siedelte VW in 2016 sein Digital:Lab in Berlin an. Hier arbeiten Software-Experten an einem digitalen Ökosystem, das neue Mobilitätsservices sowie Dienste rund um das vernetzte Fahrzeug bietet. Auf 50 Arbeitsplätze ist das Lab inzwischen gewachsen.

Über alle Cluster und Branchen hinweg leisten sowohl der industrielle Bereich als auch die Startup-Szene einen großen Beitrag zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt: In Projekten, die von Berlin Partner betreut werden, entsteht jeder 3. Arbeitsplatz bei einem Startup. Über die Hälfte der Investitionen in den Standort kommen weiterhin aus dem industriellen Bereich. „Die Industrie kommt nach Berlin, weil sie hier die Digital Natives trifft, mit denen sie die Zukunft ihrer Unternehmen gestalten kann. Berlin zeichnet heute nicht nur eine große, sondern auch eine stark professionalisierte Startup-Szene aus“, sagt Dr. Stefan Franzke, Sprecher der Geschäftsführung von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie. Die Vernetzung von Etablierten und Gründern ist dabei sowohl Innovationstreiber als auch Garant für Aufbau und Sicherung von Arbeitsplätzen. Ein Beispiel dafür sind LEDVANCE und volatiles lighting: Berlin Partner brachte den Lichtgiganten und das Startup, das sich auf innovative Flächenlichtbeleuchtung spezialisiert hat, zusammen. Eine Kooperation soll neue Marktchancen für das Startup eröffnen und LEDVANCE neue Entwicklungschancen im Smart-Home-Business ermöglichen sowie im Berliner Werk Beschäftigung sichern. volatiles ist inzwischen auf das Werksgelände gezogen.

Die Innovationskraft der Berliner Wirtschaft wird zudem von den eingeworbenen Drittmitteln beflügelt. Hier blickt Berlin Partner auf ein erfolgreiches Jahr: Mit rund 49 Mio. Euro konnten die Drittmittelgelder um über 30 Prozent erhöht werden. Starke Treiber sind die Gesundheitswirtschaft und die Optik. „Für Innovationsprojekte bietet die deutsche Hauptstadt mit ihren erfahrenen etablierten Unternehmen, ihren zahlreichen Startups und der innovativen Forschungslandschaft das beste Umfeld“, betont Andrea Joras, Geschäftsführerin von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, „Berlin hat sich zu einer führenden Wissenschaftsregion Europas entwickelt.“ So geht in diesem Jahr beispielsweise das Großprojekt WindNODE an den Start: 50 Verbundpartner werden insgesamt vier Jahre lang an gemeinsamen Lösungen arbeiten, um große Mengen erneuerbarer Energien möglichst effizient in die Stromnetze zu integrieren. WindNODE umfasst alle sechs ostdeutschen Bundesländer. So soll gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ein Vorzeigeprojekt der Energiewende mit Berlin als Zentrum umgesetzt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert WindNODE mit rund 36 Mio. Euro.

 

Weitere Informationen und Grafiken zur Jahresbilanz 2016 von Berlin Partner.