Das Stadtmodell als Baukasten für 3D-Profis

Das Brandenburger Tor, die Siegessäule oder das eigene Wohnhaus – jedes beliebige Gebäude der Hauptstadt lässt sich ab sofort mit dem Softwaremodul des Berliner Startups 3yourminD mit dem 3D-Drucker ausdrucken. Das „Brandenburger Tor im handlichen Format“ ist eines der Ergebnisse des Hackathons #Berlin3D von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie und der Technologiestiftung Berlin zum 3D-Stadtmodell des Business Location Centers.

Das 3D-Stadtmodell: Ansiedlungswerkzeug als Open Data
Primär unterstützt das Stadtmodell die Wirtschaftsförderer Berlin Partner bei der Standortsuche für Unternehmen, die sich in Berlin ansiedeln möchten. Verkehrsanbindung, freie Immobilien, Kitas – mit dem Modell erhält der Unternehmer alle entscheidungsrelevanten Informationen auf einen Blick. So lässt sich der gesamte Stadtraum übersichtlich erkunden, alle Gebäude werden realitätsnah in der virtuellen Welt abgebildet. Seit März 2015 gibt es das Modell als Open Data.

Hackathon #Berlin3D: Gemeinsam an neuen Geschäftsideen tüfteln
In den letzten sechs Wochen haben sieben Teams an Ideen und neuen Einsatzmöglichkeiten des Modells gearbeitet. Dabei standen ihnen erfahrene 3D-Programmierer zur Seite, unter ihnen Mentoren von virtualcitySYSTEMS, OSMBuildings und vom Hasso-Plattner-Institut. Einmal in der Woche trafen sie sich im Co-Working-Space RoofUp, um Projektideen weiterzuentwickeln und zu diskutieren, wie sich verschiedene Ansätze realisieren lassen. Etablierte Unternehmen wie Esri oder ImmobilienScout24 stellten in der Runde eigene Ansätze für die Nutzung der Stadtmodell-Daten vor.

„Berlin ist die Hauptstadt der 3D-Bastler. Ob für kreative Gründer oder etablierte 3D-Spezialisten, die offenen Daten des 3D-Stadtmodells eigenen sich perfekt als Baukasten der Makerszene. Das Ergebnis sind kreative Geschäftsideen, möglich gemacht durch den Innovationstreiber Open Data“, sagt Dr. Stefan Franzke, Sprecher der Geschäftsführung von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie.

Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin: „Die Daten der Bürger gehören den Bürgern und ermöglichen neue Formen der Teilhabe. Sie haben auch volkswirtschaftliche Bedeutung. Die Technologiestiftung hat letztes Jahr in einer Studie nachgewiesen, dass Open Data Berlin über 30 Millionen Euro bringen kann. Die Ergebnisse unseres Hackathon zum Stadtmodell zeigen, wie aus Open Data interessante Geschäftsmodelle werden können.“

Heute Abend findet das große Finale von #Berlin3D statt. Sieben Teams präsentieren exemplarisch ihre Projektideen im Rahmen der Tech Open Air bei Microsoft Berlin.
 

  • 3yourminD: 3D-Druck beliebiger Gebäude Berlins
  • SchlarmannVisuals: virtuelle Stadtrundgänge mit Hilfe eines 3D-Headsets
  • Flatmatch: virtuelle Wohnungsbesichtigungen in 3D
  • Brainbox: Stadtplanung durch Visualisierung und Simulation von Planungsprozessen
  • GFZ Potsdam: Prototyp zur Visualisierung von Treibhausgasemissionen öffentlicher Gebäude (LoCaL Building Emission Estimator)
  • 3D Content Logistics: 3D-Smart Map mit Informationen zur Berliner Wirtschaft, verfügbaren Immobilien, touristischen Angeboten etc.
  • CultiMap: Integration des 3D-Modells in Tourismus-App


3D-Stadtmodell: Entstehung und Geschichte

Das 3D-Stadtmodell ist ein Projekt der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH. Für das Modell wurden rund 550.000 Gebäude auf 890 km² Stadtgebiet aus der Luft fotografiert und vermessen. Hinzu kommen rund 80 detailliert modellierte Sehenswürdigkeiten. Im März 2015 veröffentlichte das Land Berlin die 3D-Gebäudedaten des Stadtmodells über ein webbasiertes Serviceportal im Rahmen der Open Data Initiative. Das Open Data Modell ermöglicht es, sowohl die CityGML-Daten für das gesamte Stadtmodell als auch für Teilbereiche der Stadt zu beziehen und für eigene Zwecke weiterzuverarbeiten.

Link zum 3D-Stadtmodell und zu frei verwendbarem Videomaterial:
www.businesslocationcenter.de/downloadportal

 

Pressekontakt:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH
Annabell Dörksen
Pressesprecherin
Telefon +49 30 46302-599
Mobil +49 1577 3998-123
E-Mail: annabell.doerksen(at)berlin-partner(dot)de 

Technologiestiftung Berlin
Frauke Nippel
Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Telefon +49 30 46 30 25 04
E-Mail: nippel(at)technologiestiftung-berlin(dot)de
www.technologiestiftung-berlin.de

 

 

Technologiestiftung Berlin – Aus Technologien Zukunft für Berlin machen
Die Technologiestiftung Berlin unterstützt anwendungsorientierte Forschung und engagiert sich dafür, dass die neuen Ideen und Projekte aus der vielfältigen Wissenslandschaft in Berlin in die Anwendung kommen. Denn Innovationen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Lösung zentraler Zukunftsfragen und bringen wichtige Impulse für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Die Stiftung identifiziert, konzipiert und entwickelt die relevantesten Technologiethemen, die geeignet sind, Berlin als bedeutenden Standort stärken.