Das Förderprogramm "Modellregionen der Intelligenten Vernetzung" des BMWi unterstützt die Digitalisierung in Ländern, Regionen und Kommunen.

Die Alltagstauglichkeit, den Nutzen und die Vorteile aufzeigen, die mittels einer durchdachten Anwendung von Digitalisierung und Vernetzung ermöglicht werden – das ist das Ziel des neuen Förderprogramms "Modellregionen der Intelligenten Vernetzung – Konzepte und erste Umsetzungsschritte" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Gefördert werden sektorübergreifende und -verknüpfende Konzepte und erste Umsetzungsschritte zur regionalen Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in den Anwendungsbereichen Bildung, Energie, Gesundheit, Verkehr und öffentliche Verwaltung mit insgesamt bis zu 1,77 Mio. Euro. Adressaten des Programms sind Kooperationen zwischen Gebietskörperschaften, Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die Förderprojekte sollen dabei systemisch, integrativ, alltagstauglich und marktorientiert sein, einen gesellschaftlichen Mehrwert liefern sowie möglichst bundesweit übertragbar sein. Durch eine sichtbare Demonstration der regionalen Vernetzung sollen erfolgreiche Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, um Impulse für weitere Nachfrage nach Intelligenter Vernetzung zu generieren.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) will die Verbreitung von Anwendungen der Intelligenten Vernetzung stärker unterstützen. Ziel der Intelligenten Vernetzung ist es, in den Anwendungssektoren Bildung, Energie, Gesundheit, Verkehr und öffentliche Verwaltung durch Digitalisierung und branchenübergreifende Vernetzung, Leistungs- und Effizienzsteigerungen zu schaffen. Laut einer Fraunhofer ISI-Studie ("Gesamtwirtschaftliche Potentiale Intelligenter Netze in Deutschland", 2012) beträgt der potentielle Gesamtnutzen der Intelligenten Vernetzung rund 56 Mrd. Euro pro Jahr. Zur Hebung dieser Potentiale wurde im Herbst 2015 im Rahmen der Digitalen Agenda 2014-2017 die ressortübergreifende Strategie "Intelligente Vernetzung" der Bundesregierung beschlossen, dessen Federführung das BMWi übernommen hat. Das Förderprogramm "Modellregionen der Intelligente Vernetzung – Konzepte und erste Umsetzungsschritte" ergänzt dabei weitere Aktivitäten des BMWi, wie z. B. die Initiative Intelligente Vernetzung

Insbesondere die Vernetzung von Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft zwecks Technologie- und Erkenntnistransfer soll dabei unterstützt werden. Die Förderkonzepte müssen zudem im Rahmen des sektorübergreifenden Ansatzes mindestens drei der fünf Anwendungssektoren Bildung, Energie, Gesundheit, Verkehr und öffentliche Verwaltung abdecken. Eines der geförderten Projekte sollte zudem explizit einen deutsch-französischen Ansatz verfolgen.

Das Förderverfahren für Modellregionen ist zweistufig angelegt. Im ersten Schritt wird ein Ideenwettbewerb stattfinden. Dabei werden Teilnehmer eingeladen, bis zum 30. September 2016 Projektskizzen mit Konzepten für ihre Modellregion einzureichen. Die Projektskizzen werden in Bezug auf Modellcharakter und Realisierungschancen evaluiert. Antragsteller mit vielversprechenden Projektskizzen werden dann im zweiten Schritt gebeten, formale Förderantrage zu stellen. Der Förderbeginn ist für das IV. Quartal 2016 geplant. Vorbehaltlich der Haushaltsmittelverfügbarkeit soll auch 2017 und 2018 eine entsprechende Förderrunde durchgeführt werden. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) übernimmt als Projektträger die Verantwortung für die Steuerung des Verfahrens und die Auswahl der Projekte.

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