Die Berlin-Partner im Interview ...

Stefan Unterlandstättner - DKB (Interview)

Portraitfoto Stefan Unterlandstättner - Vorstandsvorsitzender Deutsche Kreditbank AG (DKB)

Stefan Unterlandstättner, Vorstandsvorsitzender Deutsche Kreditbank AG

 

1. Warum engagieren Sie sich als Berlin-Partner? 

Die DKB ist so verwurzelt in Berlin wie der Alex oder die Currywurst: Seit unserer Gründung vor fast 30 Jahren sind wir kontinuierlich gewachsen und gehören heute mit mehr als 2.000 Mitarbeitenden zu den größten Arbeitgebern der Hauptstadt. Unsere langjährige Verbundenheit mit der Spreemetropole wollten wir durch unsere Mitgliedschaft bei Berlin Partner noch einmal stärken und ganz deutlich zeigen: Die DKB ist wortwörtlich ein wichtiger Partner für Berlin, der den Wandel der Stadt aktiv mitgestaltet – sei es als Finanzierer, Arbeitgeber, Sponsor oder Förderer.

 

2. Die Welt verändert sich. Wie verändert sich Ihre Welt? 

Die Welt war und wird ständig im Wandel sein. Das Tempo nimmt aber deutlich zu. Für die DKB und auch für mich bedeutet dies ständig in Bewegung zu sein, Entwicklungen zu verstehen und für uns als Unternehmen und für unsere Kunden positiv zu nutzen. Der Bankenmarkt befindet sich in einem radikalen Umbruch und wir sind auf dem Weg zu einem Technologieunternehmen mit Banklizenz. Das ist eine Herausforderung und zugleich eine Chance zu den Gewinnern der digitalen Transformation zu gehören. Berlin als Standort bietet dahingehend viele Vorteile und ist quasi die Digital Finance Hauptstadt.

 

3. Was ist für Sie „typisch Berlin“? 

Typisch Berlin bedeutet für mich Vielseitigkeit in jeglicher Hinsicht und eine ordentliche Schippe Berliner Humor und Lockerheit. Im Vergleich zu den bekannten Finanzmetropolen ist Berlin eine digitale Spielwiese für zahlreiche Startups und Vordenker. Berlin symbolisiert aber auch Freiheit und Selbstbestimmtheit. Die DKB ist ein Teil davon und ich bin der festen Überzeugung, dass Berlin weiterhin an Bedeutung für den neuen, digitalen Finanzmarkt gewinnen wird.

 

4. Eine Frage hätten wir noch: Was macht die Sportmetropole Berlin so einzigartig? 

Sport vermittelt Werte und bringt Menschen zusammen. Berlin hat hier eine lange Tradition – ob im Leistungssport oder Breitensport mit vielen kleinen Vereinen, wo sich täglich ehrenamtliche Menschen für Jung und Alt engagieren. Seit 2002 unterstützt die DKB deutsche Spitzensportler, Sportvereine und -verbände. An unseren Standorten fördern wir regionale Mannschaften: In Berlin fiebern wir u.a. bei Spielen von Hertha BSC, Union Berlin, Alba, den Berlin Volleys und den Füchsen mit. Vor allem aber der Breitensport kann und muss in der Öffentlichkeit noch viel sichtbarer werden – und das nicht nur bei den Großevents. Denn die Unterstützung des Sports ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Berlin ist hier auf einem guten Weg.
 
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Michael Hapka - Anschutz Entertainment (Interview)

Michael Hapka, VP und Geschäftsführer, Anschutz Entertainment Group Operations GmbH - © AEG_Joerg Klaus

Michael Hapka, VP und Geschäftsführer, Anschutz Entertainment Group Operations GmbH

 

1. Warum engagieren Sie sich als Berlin-Partner? 

Weil wir Teil dieser Stadt sind und auch etwas dazu beitragen möchten, die Zukunft Berlins mitzugestalten. Berlin Partner ist eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, denen diese Stadt am Herzen liegt.

 

2. Die Welt verändert sich. Wie verändert sich Ihre Welt? 

Die Politik, aber auch Unternehmen sowie jeder Einzelne ist mehr denn je in der Verantwortung, sich zu engagieren und die Weichen für eine lebenswerte Zukunft zu stellen. In unserer Welt bedeutet dies, weiterhin jeden Stein umzudrehen, um nachhaltiger zu agieren und Ressourcen zu schonen.

 

3. Was ist für Sie „typisch Berlin“? 

Berlin ist ja in erster Linie eine Haltung. Geprägt von Offenheit und einer Gelassenheit, die Gegensätze erträgt, was dazu führt, dass hier Vielfalt mehr Teil des Lebens ist als anderswo. Leider mündet die Gelassenheit an manchen Stellen aber auch zu sehr in Gleichgültigkeit.

 

4. Eine Frage hätten wir noch: Wie profitiert Berlin von Leuchtturm-Veranstaltungen und welche Veranstaltung würden Sie mal gerne nach Berlin holen? 

Ich glaube daran, dass Olympische Spiele Berlin den nötigen Impuls geben würden, viele Dinge voranzutreiben, mit denen sich Berlin gerade etwas schwertut. Als erstes fallen mit da die Themen bezahlbarer Wohnraum und Verkehrswende ein. Bei einer Bewerbung müssten diese Themen ganz oben stehen, damit die Stadt davon nachhaltig profitiert.
 
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Christian Arbeit - 1. FC Union Berlin (Interview)

Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation, 1. FC Union Berlin - © Christian Arbeit

Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation, 1. FC Union Berlin

 

1. Warum engagieren Sie sich als Berlin-Partner? 

Zusammenhalt war für Berlin immer schon ein wichtiges Thema. Gemeinsam mit vielen anderen Partnern prägen wir nun das Leben in der deutschen Hauptstadt und geben ihr ein Gesicht. Die Vielfältigkeit von Berlin drückt sich auch in der Vielzahl und der Unterschiedlichkeit der Berlin-Partner aus. Aus diesem Grund bringen wir uns in diese Gemeinschaft gerne mit ein und lassen uns von anderen Partnern auch inspirieren. Wir alle wissen, wie cool Berlin ist und gemeinsam tragen wir das in die Welt.

 

2. Die Welt verändert sich. Wie verändert sich Ihre Welt? 

Fußball ist die dominierende Sportart weltweit. Kaum etwas berührt die Menschen mehr, lässt sie aus sich herausgehen und polarisiert derart wie dieses Spiel. Gleichzeitig wird angesichts der astronomischen Summen, die im Fußball bewegt werden, eine zunehmende Entfremdung für viele Menschen spürbar. Ist das noch mein Spiel? Zählt meine Meinung noch? Was bewirkt meine Stimme in meinem Verein? Diese Fragen bewegen viele Fußballfans und wir versuchen diesen Menschen eine Heimat zu bieten: Ja, Du bist wichtig! Fußball findet vor allem live im Stadion statt! Er wird für die Menschen gespielt, die ihn lieben und daran teilhaben wollen! So betrachten wir das bei Union und so lieben wir das Spiel: Fußball pur und ganz nah am Menschen.

 

3. Was ist für Sie „typisch Berlin“? 

Berlin ist direkt und gerade heraus! Es muss nicht um alles ein Schleifchen drum. Das fühlt sich für Neu-Berliner und Besucher vielleicht manchmal etwas rau an, aber das gibt sich meist schnell. Man weiß einfach schnell, woran man ist und muss nicht lange rätseln. Auch ganz schön: Die Fähigkeit zur Improvisation. Nichts ist so langweilig wie das Fertige. Wahre Perfektion liegt im Unperfekten. Wer wüsste das besser als wir Berliner? 

 

4. Eine Frage hätten wir noch: Was macht die Sportmetropole Berlin so einzigartig? 

Es gibt sechs große Proficlubs, die zur Leistungsspitze ihrer Sportarten in Deutschland zählen und Woche für Woche zehntausende Zuschauer bewegen. Als wäre das nicht schon außergewöhnlich genug, arbeiten diese Clubs eng zusammen, um den Berliner Sport bestmöglich zu präsentieren. Gemeinsame Breitensport-Programme für Kinder und Jugendliche runden das Bild ab: Hier sind Wettbewerber um Ressourcen und Aufmerksamkeit auch partnerschaftlich unterwegs, um den Sport in ihrer Heimatstadt voranzubringen. Das gibt es nur in Berlin.
 
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Gabriele Hässig - P&G (Interview)

Gabriele Hässig, Geschäftsführerin Unternehmenskommunikation & Nachhaltigkeit P&G Service GmbH - © Procter & Gamble

Gabriele Hässig, Geschäftsführerin Unternehmenskommunikation & Nachhaltigkeit P&G Service GmbH

 

1. Warum engagieren Sie sich als Berlin-Partner? 

P&G verfügt seit vielen Jahrzehnten über vitale Wurzeln in Deutschland. Und unsere Marke Gillette ist ein „echter Berliner“. Seit mehr als 80 Jahren werden unsere schärfsten Klingen im Werk am Tempelhofer Feld hergestellt. Wir stehen am Standort Deutschland vor großen Herausforderungen, wirtschaftlich ebenso wie industriell und gesellschaftlich. Diesen Wandel aktiv zu gestalten und Perspektiven für die Zukunft zu schaffen, daran wollen wir mitarbeiten. Berlin Partner setzt dabei wichtige Impulse.

 

2. Die Welt verändert sich. Wie verändert sich Ihre Welt? 

Handel ist und war immer Wandel. Heute verändert Digitalisierung mit zunehmender Dynamik den Alltag und die Art, wie und wo die Menschen einkaufen. Das hat für Marken große Auswirkungen. Die Menschen wollen wissen, wofür eine Marke steht. Daher setzen wir auf Transparenz und nutzen unsere starke Stimme in der Werbung, um Stellung zu beziehen und gesellschaftliche Stereotype zu hinterfragen. Auch die Art und Weise, wie wir als Unternehmen an Innovationen arbeiten, verändert sich. Ich bin gerne Teil dieser Entwicklung. Veränderung muss aber immer auch erklärt werden, um alle Menschen mitzunehmen. Das ist eine große Herausforderung, nicht nur für Unternehmen.

 

3. Was ist für Sie „typisch Berlin“? 

Auf alle Fälle Gradlinigkeit, kulturelle Vielfalt und Internationalität. Sicherlich manchmal auch ein gewisses Maß an Unordnung. Das kann sehr kreativ und inspirierend sein, ab und an fände ich aber ein bisschen mehr Struktur wünschenswert.

 

4. Wie wichtig ist Internationalität für die Innovation und Zukunftsfähigkeit der Produktionsstätte für Gillette-Premiumprodukte in Berlin? 

Berlin ist ein Schlüsselstandort für Gillette, denn „Made in Berlin“ ist auch zukünftig ein entscheidendes Qualitätsversprechen für unsere Produktion der weltweit schärfsten Gillette, die von Berlin aus in die halbe Welt gehen. Internationalität ist dabei, ebenso wie Vielfalt, ein elementarer Bestandteil unserer Werte. Beides sind Stärken von Berlin. Hinzukommend arbeiten wir in vielen Innovations-Projekten mit Start-ups zusammen. Auch mit Blick auf die Start-up-Landschaft, die ja ebenfalls sehr international geprägt ist, hat Berlin eine Menge zu bieten.
 
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Christoph Paul Ritzkat - Kieback&Peter (Interview)

Portraitfoto Christoph Paul Ritzkat - Vorsitzender der Geschäftsleitung Kieback&Peter

Christoph Paul Ritzkat, Vorsitzender der Geschäftsleitung Kieback&Peter

1. Warum engagieren Sie sich als Berlin-Partner? 

Mit weltweit 1.400 Beschäftigten an über 50 Standorten zählen wir zu den führenden Experten für Gebäudeautomation. Viele große und berühmte Gebäude dieser Welt sind mit unserer Gebäude-Intelligenz ausgestattet. Der Berliner Reichstag ist hier nur ein Beispiel. Und dennoch sind wir ein „Hidden Champion“ – nur wenige Berliner kennen Kieback&Peter. Als Berlin-Partner möchten wir den Bekanntheitsgrad unseres Unternehmens steigern. Deutschlandweit sind wir immer auf der Suche nach exzellenten Fachkräften, deren Herz gleichermaßen für smarte Gebäudelösungen schlägt wie unseres. Diesen potenziellen Kollegen und Mitarbeitern möchten wir uns als attraktiven Arbeitgeber vorstellen – mit sicheren Jobs und guter Bezahlung in einer grünen Zukunftsbranche.

 

2. Die Welt verändert sich. Wie verändert sich Ihre Welt? 

Die Digitalisierung prägt längst auch den Alltag in der Welt der Gebäudeautomation. Vor mehr als 20 Jahren – als übrigens noch niemand von Digitalisierung redete – haben wir bereits Lösungen angeboten, um Gebäudetechnik so zu vernetzen, dass sie computergesteuert maximalen Komfort bei höchster Energieeffizienz bietet. Mit dem Wandel der Zeit und Technik, haben wir uns immer wieder neu erfunden. Diese smarte Voraussicht hat uns nicht nur gut für das Heute und Jetzt gewappnet. Sie lässt uns zuversichtlich in die Zukunft und auf alle damit einhergehenden Veränderungen schauen.

 

3. Was ist für Sie „typisch Berlin“? 

Typisch Berlin ist für mich die Koexistenz der Extreme. Wir finden sie in vielen Bereichen der Stadt – in Kunst und Kultur, aber auch in der Wirtschaft. Berlin ist einerseits ein Hotspot für die Startup Szene. Andererseits gibt es die vielen Berliner Urgesteine und alteingesessenen Unternehmen, die Berlin zu einem wichtigen Industriestandort machen. Dazu tragen auch wir bei – und dies seit über 90 Jahren. Dabei sehen wir uns gewissermaßen als das älteste Startup Berlins. Alter und Größe passen zwar nicht ganz, aber den Spirit, das Herz und die Leidenschaft haben wir uns bewahrt. Somit sind auch wir bei Kieback&Peter „typisch Berlin“.

 

4. Wie sieht die Zukunft der Gebäudeautomation in Hinblick auf die Nutzung von künstlicher Intelligenz aus? 

Wir sehen großes Potenzial für maschinelles Lernen in Gebäuden. Schließlich verbrauchen diese doch häufig mehr Energie als notwendig. Durch den Einsatz datenbasierter Modelle und maschinellen Lernverfahren gelingt es uns, den Energieverbrauch von Gebäuden wesentlich zu reduzieren.
Geschäftsgebäude sind mit Mess-, Steuer- und Regelungstechnik ausgestattet. In den dort erzeugten Daten schlummern Potenziale, die nur automatisiert gehoben werden können. Aufbereitet mit maschinellen Lern- und datenbasierten Prognoseverfahren ermöglicht dies hohe Energieeinsparungen im Gebäude. Robuste, schnell lernende Modelle sind der Schlüssel, um ein datenbasiertes Abbild von Gebäuden zu erstellen und zukünftige Nutzungsänderungen automatisiert zu erfassen. Die Komplexität wird von der künstlichen Intelligenz gemanagt – viel effizienter und performanter als das ein Mensch jemals könnte. Verfahren der Künstlichen Intelligenz haben daher im Gebäudemanagement eine große Zukunft. Sie werden Routineprozesse im Gebäudebetrieb automatisieren und insbesondere dort unterstützen, wo große Datenmengen von Menschen nicht mehr ausgewertet werden können.
 
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Helmut Schramm - BMW Motorradwerk Berlin (Interview)

Portraitfoto Helmut Schramm - Leiter BMW Group Werk Berlin - © BMW AG, Peer Schröder Hardcopy

Helmut Schramm, Leiter BMW Group Werk Berlin

 

1. Warum engagieren Sie sich als Berlin-Partner? 

Weil ich in Kooperationen denke und für Weiterentwicklung bzw. Wachstum auch immer Partnerschaften nutze. Eine Metropole wie Berlin braucht industrielle Wertschöpfung. Wir setzen dabei auf funktionierende Strukturen und belastbare Netzwerke. Vor allem gemeinsam lassen sich Akzente für erfolgreiche Wirtschafts- und Industriepolitik wesentlich besser setzen. Im Verbund kann man deutlich stärker für den Industriestandort Berlin auftreten, werben und entsprechende Impulse geben. Das BMW Group Werk Berlin verstärkt mit dieser Partnerschaft seine Präsenz als Berliner Industrieunternehmen, als Wirtschaftspartner und Arbeitgeber in der Region.

 

2. Die Welt verändert sich. Wie verändert sich Ihre Welt? 

Rasant. Unsere interne Welt verändert sich mindestens so schnell wie die äußere. Wachstum, Innovation, Digitalisierung, Komplexität, Individualität – die stete Veränderung unserer Kunden und Mitarbeiter mit ihren Erwartungen und Anforderungen an unsere Produkte und Prozesse spiegelt sich in unserer internen Organisation, im inneren Wandel, in unserer Haltung. Wenn wir gut sind, und das ist unser Anspruch, sind wir immer eine Nasenlänge voraus. Wir müssen uns mit Hilfe von Innovationen prozessual immer weiterentwickeln, um unsere gute Marktstellung und die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu erhalten. Diese Entwicklungen verändern langfristig auch die Rolle des Menschen in der Produktion. Er ist in Zukunft noch viel mehr als heute Gestalter und Befähiger von Prozessen. Die Arbeitswelt wird dadurch weiter modernisiert. Und die Reduktion körperlich anstrengender Tätigkeiten ist auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ein Gewinn.

 

3. Was ist für Sie „typisch Berlin“? 

BMW Motorräder sind für mich typisch Berlin, denn wir produzieren diese seit genau 50 Jahren in Berlin, nur mittlerweile etliche mehr als damals 1969. Wir profitieren stark vom Standort und sind stolz, dass unsere Motorräder Berliner Luft in den Reifen haben. Außerdem passen Zweirad-Mobilität und Berlin, als größte Metropole in Deutschland, gut zusammen. Genau hier bieten sich Antworten auf die Herausforderungen im urbanen Raum, in dem Menschen ihre Mobilität nach ihren eigenen Bedürfnissen auf engstem Raum individualisieren. In den letzten Jahren hat sich in Berlin ein sehr innovatives Klima entwickelt mit vielen Start-ups, ergänzt um die Nähe zu wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungsinstitutionen. Dies macht Berlin auch aus Produktionssicht sehr attraktiv. Nicht zuletzt erlebe ich die Stadt aber auch als Bürger, mal mit einem Schmunzeln und mal mit einem Kopfschütteln. In Berlin liegen Chaos und Schönheit sehr nah beieinander, Vision und Tradition, Jeschwindigkeit und Jemütlichlichkeit [lacht], Innovation und Improvisation. Diese Stadt ist wunderbar international und divers, bunt und reichhaltig, schön grün und nicht zuletzt die Heimat für viele unserer Mitarbeiter. Das darf gerne so bleiben.

 

4. Welche Art von Künstlicher Intelligenz darf man von BMW-Motorrädern erwarten? 

Das Stichwort ist Connectivity, also die Vernetzung von Motorrad, Fahrer und Umwelt. Und dafür tun wir einiges.
Als Beleg für die hohe Kompetenz der BMW Group auf dem Gebiet des automatisierten Fahrens präsentierten wir kürzlich auf der CES 2019 einen spektakulären Versuchs- und Forschungsträger. Die selbstfahrende BMW R 1200 GS ist in der Lage, selbstständig anzufahren, zu beschleunigen, kurvenreiche Manöver zu absolvieren und anschließend bis zum Stillstand abzubremsen. Die Entwicklung des Versuchsträgers zielt darauf ab, die gewonnenen Erkenntnisse über fahrdynamische Prozesse dazu zu nutzen, den Fahrer in Zukunft beim Erkennen von Gefahrensituationen sowie beim Bewältigen anspruchsvoller Fahrmanöver zu unterstützen. So kann das selbstfahrende Motorrad mit seinem umfassenden Wissen über die Ideallinie und die perfekte Schräglage in Kurven, den korrekten Bremspunkt und die traktionsoptimierte Beschleunigung dem Fahrer dabei helfen, seine Fähigkeiten stetig zu verbessern. Auch unser Visionsfahrzeug VISION NEXT 100 nutzt die Möglichkeiten der digitalen Welt, um das analoge Fahrerlebnis auf einem Motorrad auf ein neues Niveau zu heben. Grundlage für das besondere Erlebnis von Freiheit ist auch hier die intelligente Vernetzung. All dies fließt in die Entwicklung unserer Serienprodukte ein, die mittlerweile intelligenten Computern gleichkommen.
 
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Bildcredit: © BMW AG, Peer Schröder Hardcopy