Internationales Acceleratorprogramm für funktionale Materialien bringt Kooperation für Berlin

Beim heutigen Finale der ersten Advanced Material Competition (AdMaCom) in Berlin pitchen 15 internationale Startups um den ersten Platz. Seit sechs Wochen arbeiten sie an der Weiterentwicklung ihrer Produkte – Unternehmer, Wissenschaftler und Mentoren aus Berlin und Europa unterstützten sie dabei. Das Innovation Network for Advanced Materials (INAM) hat das Acceleratorprogramm initiiert, um neue Geschäftsmodelle durch die Verknüpfung von Materialien mit intelligenten Technologien gezielt zu fördern. Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, ist Schirmherr der AdMaCom. Bei der heutigen Abschlussveranstaltung im Hamburger Bahnhof warten auf den Sieger Sach- und Geldpreise im Wert von 20.000 Euro.

Dr. Hans Reckers, Staatsekretär für Wirtschaft, Technologie und Forschung des Landes Berlin, eröffnet das Finale der AdMaCom: „Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg ist einer der führenden Standorte im Bereich der optischen Technologien. Wir unterstützen gezielt neue Netzwerkinitiativen, wie das INAM, durch die Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Zugang zu Wissen und Forschungsinfrastruktur sowohl auf regionaler als auch auf internationaler Ebene erleichtert wird. Der 6-wöchige Workshop hat dazu beigetragen, Berlin als Hightech-Standort und Kreativschmiede sichtbar zu machen. Ganz besonders begrüßen wir es, wenn sich aus der Zusammenarbeit in den letzten Wochen nachhaltige Kooperationsbeziehungen – regional wie international – entwickeln.“

Die Wochen seit dem Kick-off-Event im Fab Lab am 28. August waren für die jungen Gründer aus Brasilien, Großbritannien, Finnland und Deutschland eine sehr ereignisreiche Zeit. Die Jungunternehmer, die sich auf die Bereiche Materialherstellung, -anwendung und -prozesse spezialisiert haben, hatten sich gegen 70 weitere Bewerber durchgesetzt. Während der Mentoring Sessions, die einmal in der Woche stattfanden, trafen sich die Gründer zu persönlichen Gesprächen mit großen Industrieplayern, darunter u.a. Osram, Henkel und LEDVANCE. Ein Besuch bei Amazon Web Services, Business Sessions, ein Workshop zum Thema Finanzierung bei Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie und Workshops mit Wissenschaftlern der Humboldt-Universität lieferten wertvolle Tipps für die Startups. Eine Übersicht der Startups unter: www.inam.berlin/startups

 

Berliner Startup geht strategische Partnerschaft ein

Vor dem Finale gibt es bereits erste konkrete Ergebnisse des Programms: So wird die volatiles lighting GmbH eine strategische Partnerschaft mit der LEDVANCE GmbH, einem bedeutenden Global Player der Lichtindustrie, eingehen. Das Berliner Startup volatiles, welches sich auf innovative Flächenlichtbeleuchtung spezialisiert, führt die Weiterentwicklung der Software voran. LEDVANCE hingegen treibt die Entwicklung der Hardware und übernimmt die Fertigung. Außerdem konnte GelTouch erfolgreich bei der Förderantragsstellung beraten werden.

Jonas Pauly, Geschäftsführer des Innovation Network for Advanced Materials e.V.: „Unsere erste Advanced Materials Competition war ein voller Erfolg. Wir konnten Studenten, junge Wissenschaftler und Startups von unterschiedlichen Kontinenten dabei unterstützen, ihre Technologien und Business-Konzepte weiterzuentwickeln. Darüber hinaus haben wir Menschen inspiriert, eine neue Form der interdisziplinären Kooperation initiiert und Wissenschaft, Industrie und Startups nachhaltig vernetzt. Wir freuen uns über das große Interesse seitens der Industrie und Wissenschaft und werden das Netzwerk mit weiteren Partnern ausbauen.”

Gerrit Rössler, Clustermanager Optik bei Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie: „Die AdMaCom bot den vier Berliner Optik/Photonik Startups 5micron, Golares, INURU und volatiles lightning eine einzigartige Plattform zur Entwicklung ihrer Business-Modelle und zur Initiierung neuer Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Anwendern wie LEDVANCE, Osram, Henkel oder BASF. Die starke Resonanz aus unserer Partnerregion Santa Catarina, Brasilien und der Brückenschlag zum Startup-Ökosystem am Imperial College, London bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für Internationalisierungsaktivitäten des Optik Clusters, die bereits im November mit dem Pop-up-Lab in London eine Fortsetzung finden.“

Prof. Dr. Peter A. Frensch, Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin: „Als forschungsstarke Universität fühlt sich die Humboldt-Universität zu Berlin vor allem der Lehre sowie der Grundlagenforschung verpflichtet. Hierbei spielt nicht nur die Wissenschaft eine große Rolle, sondern auch der Wissenschaftstransfer. Somit bin ich mir sicher, dass unser Engagement im Innovation Network for Advanced Materials und in Programmen wie der AdMaCom ein guter Weg ist, um wissenschaftliche Forschungsergebnisse schnell und effektiv in die Praxis zu überführen. Wir sind zuversichtlich, auf diese Weise Partner in der Wirtschaft zu finden, deren Produktideen neue Forschungsfragen aufwerfen oder die sich auch von Ergebnissen der Grundlagenforschung zu neuen Produkten inspirieren lassen, damit werden wir den Wirtschaftsstandort Berlin stärken.“

Das Innovation Network for Advanced Materials (INAM) unterstützt die Entwicklung von innovativen und marktfähigen Produkten, die sich auf die Herstellung von funktionalen Materialien sowie Anwendungen und Prozesse mit funktionalen Materialien konzentrieren. Dazu gehören u.a. Entwicklungen aus den Bereichen Sensorik, Wearables, Lichttechnik und optoelektronische Bauelemente oder Photovoltaik. Die Initiatoren des Netzwerks sind: Osram, Weitnauer, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, Humboldt-Universität zu Berlin, Pilotfish, IRIS Adlershof, Fab Lab Berlin, Wista Management und Humboldt Innovation. Weitere Informationen unter: www.inam.berlin