• Hochkarätiges Berlin Partner-Podium auf der Expo Real mit Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt in Berlin, René Buck, Geschäftsführer Buck Consultants International, Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, Simon Schäfer, Geschäftsführer Factory Licensing GmbH, Andreas Schulten, Vorstand Bulwiengesa
  • Startup-Sektor wächst weiter und zieht zunehmend große Unternehmen in die Stadt
  • Wachsende Büroflächenbedarfe im Spannungsfeld zwischen etablierten Unternehmen und Co-Working-Projekten

Berlin wächst – nicht nur von der Bevölkerungszahl her, auch wirtschaftlich. So gilt die Stadt längst auch als Startup-Hauptstadt Deutschlands. Nirgendwo gibt es eine größere Zahl an Unternehmensgründungen, nirgendwo ist deren Einfluss auf allgemeine Veränderungen der Arbeitswelt spürbarer. Dies betrifft insbesondere die Zukunftsbranchen IKT, Medien und Kreativwirtschaft. Nach Erhebungen der Investitionsbank Berlin ist jeder achte Berliner Arbeitsplatz seit 2008 in der Digitalwirtschaft entstanden. Gleichzeitig ziehen die Startups mit ihren offenen Wissensnetzwerken zunehmend auch Innovationszentren größerer, international agierender Unternehmen in die Stadt. Aber wie nachhaltig ist dieser Hype? Welche Anforderungen an die Immobilienwirtschaft entstehen durch die spezifischen Startup-Ansprüche an Büroflächen? Und wie kann Berlin gleichzeitig den Bedarfen der Startups und der etablierten Unternehmen gerecht werden?  Diesen Fragen widmet sich heute eine von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie organisierte Podiumsdiskussion auf der Münchner Immobilienmesse Expo Real.

Moderiert von Gerda Gericke, Korrespondentin Berlin und neue Bundesländer der Immobilien Zeitung, diskutieren Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt in Berlin und Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, mit dem Wirtschafts- und Immobilienexperten René Buck, Geschäftsführer Buck Consultants International, dem Mitbegründer des Startup-Campus Factory Simon Schäfer, Geschäftsführer Factory Licensing GmbH, sowie Andreas Schulten, Vorstand des Marktforschungsinstituts bulwiengesa.

Der Stadtentwicklungssenator Geisel erklärt, dass Neubauprojekte im Bereich Büro- und Gewerbeimmobilien für den Senat selbstverständlich ebenso relevant sind wie im Bereich Wohnungsbau. Andreas Geisel: „Berlin hat immer noch ausreichend Flächen: sowohl für Wohnen als auch für Gewerbeansiedlungen. Wir müssen zukünftig beides stärker zusammendenken, weil sich die Lebens- und Arbeitswelten immer mehr vermischen. Startups oder Co-Working-Projekte finden in unserer Stadt dafür die besten Möglichkeiten. Wir haben eine große Anzahl von Gebäuden mit historischem Industrie-Charme und gleichzeitig ein breites Angebot moderner und funktionaler Büroneubauten.“

Gerade Startups zieht es weiterhin, neben Kreuzberg, vor allem in die innerstädtischen Ostbezirke, wo sie die passende Infrastruktur für ihre flexiblen Arbeitsplatzkonzepte finden. Bestes Beispiel dafür ist Simon Schäfers neues Co-Working-Projekt: Der Mitbegründer der weit über Berlin hinaus bekannten Factory fand nach seinem Ausstieg dort schnell ein neues Objekt direkt im Bezirk Mitte, wo nun auf geplanten 7.000 Quadratmetern Altbaufläche ergänzt um einen Neubau mit weiteren 6.000 Quadratmetern sein neuer Startup-Campus Silicon Allee entsteht.

Zwar errechnen neue Studien von bulwiengesa und Buck Consultants für Berlin einen zusätzlichen Büroflächenbedarf von rund 1,6 Millionen Quadratmetern bis zum Jahr 2020 und warnen vor einem weiteren Anstieg der Durchschnittsmieten, die allein in den letzten drei Quartalen um 7 Prozent anzogen. Aber nicht nur Senator Andreas Geisel, auch Berlin Partner-Geschäftsführer Dr. Stefan Franzke zeigt sich zuversichtlich, dass Berlin in der Lage sei, die erforderlichen Flächen bereitzustellen. Gleichzeitig betont er jedoch die besondere Bedeutung gerade von Startups für den Boom und die Notwendigkeit deren spezifische Flächenbedarfe nicht zu vernachlässigen. Dr. Stefan Franzke: „Berlin ist in der Liga internationaler Metropolen wie New York oder Shanghai angekommen. Auf diese vor allem wirtschaftliche Entwicklung kann die Stadt stolz sein. Die Herausforderungen dieser Entwicklung gilt es aber auch zu managen. Gerade der Startup-Boom hat einen veränderten Bedarf an die Immobilienwirtschaft bewirkt. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Berlin auch als wachsende Stadt attraktiv zu halten und weiterhin Orte zu schaffen, wo junge, kreative Talente, Freiräume für ihre Ideen finden.“