Die Branchen-Cluster in Berlin und Brandenburg setzen auf die Digitalisierung als Innovationsmotor. Gemeinsam mit beiden Ländern wollen sie die Digitalisierung in und zwischen ihren Clustern nachhaltig stärken. Das ist das Ergebnis des heutigen „Spitzengesprächs zur Digitalisierung in den Clustern“, in dem Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft der fünf länderübergreifenden Branchencluster mit den Spitzen der Wirtschafts- und Wissenschaftsressorts diskutierten. Eingeladen hatten dazu die Wirtschaftsförderungsgesellschaften Berlin Partner und Wirtschaftsförderung Brandenburg.

 

„Der deutschen Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg bietet sich die Chance, eine europäische digitale Clusterregion zu werden und damit die immense Anziehungskraft für Startups, Talente und Ideen weiter auszubauen“, sagte die Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop. „Die in den Clustern vorangetriebenen Trends und Themen sollen durch Testfelder und Real-Labore gemeinsam mit Partnern, darunter Spitzeneinrichtungen wie dem Leistungszentrum Digitale Vernetzung oder dem Einstein Center Digital Future sowie Unternehmen, Netzwerken und der Startup-Szene ein klares Profil erhalten.“ 

„Die Digitalisierung bietet enorme Chancen für die Wirtschaft. Gerade in den starken  Wirtschaftsclustern der Hauptstadtregion steckt großes digitales Innovationspotential. Deshalb wird die Digitalisierung auch in der länderübergreifenden Cluster- und Innovationsstrategie InnoBB eine immer wichtigere Rolle spielen. Ebenso wichtig sind konkrete Angebote zur Unterstützung gerade für kleinere und mittlere Unternehmen wie das Innovationszentrum Moderne Industrie in Cottbus oder der neue Brandenburger Innovationsgutschein BIG-Digital“, erklärte der Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, Albrecht Gerber.

„Die Digitalisierung führt in der Wissenschaft zu ganz neuen Big-Data-Forschungsbereichen – und zu neuen Transferchancen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Diese unterstützen wir in Brandenburg mit der neuen Transferstrategie, aber auch mit mehr als 40 ‚digitalen‘ Professuren allein in Potsdam“, erklärte die Ministerin für Wissenschaft und Forschung des Landes Brandenburg, Dr. Martina Münch.

„Gemeinsam entwickeln wir in Berlin und Brandenburg kraftvolle Ideen für die Gestaltung der digitalen Welt und werden gemeinsame Vorhaben strategisch angehen. Wir haben beim Deutschen Internet-Institut bewiesen wie erfolgreich länderübergreifende Bewerbungen sein können. Gerade die Digitalisierung ist zudem eine Querschnittsaufgabe, in der das Zusammenwirken von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft essenziell ist: Die zahlreiche Beteiligung von Vertretern aller innoBB-Cluster an den 53 neuen Professuren am Einstein Center Digital Future zeigt das genauso wie die Zusammenarbeit am Fraunhofer Leistungszentrum ‚Digitale Vernetzung‘“, sagte der Berliner Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Steffen Krach.

„Im vergangenen Jahr lag das Berliner Wirtschaftswachstum zum vierten Mal in Folge über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Zahl der Erwerbstätigen, steigt überdurchschnittlich. Treiber des aktuellen Aufschwungs ist vor allem die Digitalwirtschaft: Unternehmen aus ganz Deutschland zieht es hierher, um mit der hiesigen Startup-Szene zusammenzuarbeiten. Denn Berlin ist nicht mehr nur die Stadt der ersten Schritte, Berlin ist inzwischen auch die Stadt für den ganz großen Sprung“, sagte Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie (BPWT).

„Wirtschaft 4.0 ist heute bereits gelebte Realität in der Hauptstadtregion. Ob in der digitalen Vorzeigeproduktion bei Mercedes in Ludwigsfelde, beim Autonomen Fahren auf dem neuen DEKRA-Testgelände auf dem Lausitzring oder durch den Digital-Hub in Potsdam – quer durch Brandenburg und Berlin entwickelt sich eine immer stärkere Dynamik auf diesem Gebiet. Diesen Prozess werden wir über unsere Clustermanagements gezielt weiter stärken“, sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), Dr. Steffen Kammradt.

 

Das länderübergreifende Spitzengespräch „Digitalisierung in den Clustern“ fand heute erstmalig statt. Es steht für den Erfolg und die Entwicklung der länderübergreifenden Innovations- und Clusterstrategie Berlin Brandenburg (InnoBB). Auf Einladung der beiden Wirtschaftsfördergesellschaften kamen Vertreter unter anderem vom Hasso-Plattner-Institut, Fraunhofer FOKUS, Sanofi-Aventis, Rolls-Royce, First Sensor, Telekom oder Amazon zur Diskussion mit den Spitzen der Berline rund Brandenburger Wirtschafts- und Wissenschaftsressorts zusammen. Ebenfalls anwesend waren Vertreter der Europäischen Kommission und der Sozialpartner. 

Die Teilnehmer diskutierten Top-Themen des Digitalen Wandels wie Smart Industries, Data Management oder das Internet der Dinge sowie Handlungsempfehlungen für eine vertiefte Zusammenarbeit in den fünf gemeinsamen Clustern der deutschen Hauptstadtregion. Die Potenziale in den Clustern wurden einhellig als sehr gut bewertet: Ob autonomes Fahren im Cluster Verkehr, Mobilität und Logistik, „Industrie-in-Klinik-Plattformen“ im Cluster Gesundheitswirtschaft oder das Schaufensterprojekt WindNODE im Cluster Energietechnik - Berlin Brandenburg zählt zu den aufstrebenden Standorten für digitale Technologien und ihre Anwendungen. Auch neue Technologien wie Virtual und Augmented Reality oder Künstliche Intelligenz sollen künftig weiter vorangetrieben werden. Deutlich wurde auch, dass die Verknüpfung der Digitalen Wirtschaft mit der industriellen Produktion verstärkt werden soll. Immer mehr Innovationen finden an den Schnittstellen von Cluster-Branchen statt, so dass sich zunehmend clusterverbindende Herangehensweisen ergeben. 

Die Akteure in den Clustern werden durch länderübergreifende Clustermanagements unterstützt, die bei den beiden Wirtschaftsfördergesellschaften angesiedelt sind.

 

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