Wasserstadt Berlin – Vordenker im Wassersektor

Berlin ist eine Wasserstadt: 180 Kilometer schiffbare Straßen durchziehen das Stadtgebiet, 600 Brücken spannen sich über Flüsse und Kanäle – knapp sieben Prozent der Gesamtfläche Berlins besteht aus Wasser. Auch wirtschaftlich ist das flüssige Nass ein wichtiger Faktor: Über 8.000 Menschen arbeiten in mehr als 250 Unternehmen in der Wasserbranche. Diese kommt in dieser Woche bei der ersten Berlin Water Week zu gleich drei Veranstaltungen zusammen: bei den Berlin AQUADAYS 2016, den Blue Planet Water Dialogues und zum Beratungstag Europäische Fördermöglichkeiten für die Wasserbranche.

Trotz des Gewässerreichtums ist Berlin gleichzeitig wasserarm. Die Niederschläge sind vergleichsweise niedrig und die sandigen Böden speichern nur wenig Wasser. „Der sorgsame Umgang mit Wasser hat in Berlin eine lange Tradition und ist Antrieb für die hohe Innovationskraft im Wassersektor. Die Vielfalt der wasserbezogenen Forschung gepaart mit dem hohen Spezialisierungsgrad der hiesigen Unternehmen macht die Region zum Vordenker und -reiter für alle wasserwirtschaftlich relevanten Disziplinen der Gegenwart und Zukunft“, sagt Andrea Joras, Geschäftsführerin von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie.

 

11. und 12. Oktober: Berlin AQUADAYS 2016

Die Berlin AQUADAYS drehen sich rund um die Themen dezentrales Regen- und Abwassermanagement. Branchenexperten stellen aktuelle Projekte vor, wie beispielsweise das Verbundforschungsprojekt KURAS oder das Grauwasserrecyclingkonzept im Block 6 in Berlin-Kreuzberg der Firma Nolde & Partner. Erstmalig kann hoch belastetes Grauwasser aus Küchen und Waschmaschinen zu Betriebswasser aufbereitet und anschließend als Toilettenspülwasser zurück in die Haushalte gespeist werden. Das Projekt wurde 2009 als „Ausgewählter Ort“ im Wettbewerb Land der Ideen ausgezeichnet und kontinuierlich weiterentwickelt. Inzwischen ist ein Aquaponik-Forschungsprojekt der Technischen Universität in den Recyclingprozess integriert, das die Abwasseraufbereitung mithilfe der Aufzucht von Fischen und der Kultivierung von Nutzpflanzen erforscht. www.aquanet.berlin/projektdetails/Berlin_AQUADAYS_2016.html          


13. Oktober: Blue Planet Water Dialogues

„Industrial water management and digitalization“ ist das Thema der Blue Planet Water Dialogues. In drei Podiumsrunden diskutieren Experten über Zukunftstechnologien der Wasserbranche, insbesondere über das Trendthema Wasser 4.0. Digitalisierung durchdringt auch die Wasserwirtschaft: Eine intelligente Vernetzung von Wassersystemen und -nutzern zielt auf einen ressourcen- und umweltschonenden Verbrauch ab.
www.germanwaterpartnership.de/informationen/blue-planet/index.htm  


14. Oktober: Europäische Fördermöglichkeiten für die Wasserbranche

In Zusammenarbeit mit der Nationalen Kontaktstelle Umwelt informiert das Enterprise Europe Network (EEN) über verschiedene Möglichkeiten der EU-Förderung im Bereich der Wasserwirtschaft, stellt aktuelle Ausschreibungen vor und berät zur Antragsstellung. Beispielsweise könnte der Call „Water in the context of the circular economy” im Rahmen von HORIZON 2020 für Branchenvertreter interessant sein. 
www.eu-service-bb.de/aktuelle_meldungen.php?news=2135

 

Weitere Informationen zur Berlin Water Week unter: www.berlin-partner.de/berlinwaterweek