Unterstützung und Integration von Geflüchteten

Um Unterstützung und Integration von Geflüchteten zu fördern, ruft Partner für Berlin die
Matching-Plattform „alle-helfen-jetzt.de“ ins Leben. Ziel der Plattform ist es, Hilfsprojekte und Unternehmen zusammenzubringen. Die zahlreichen Hilfsprojekte und Social Entrepreneure der Hauptstadt werden auf der Plattform sichtbar gemacht. Unternehmen, die sich für Geflüchtete engagieren möchten, erhalten einen Überblick und können so gezielt Projekte unterstützen.

„Berlin erlebt derzeit die Ankunft von tausenden Vertriebenen und Geflüchteten. Das Engagement und die Hilfsbereitschaft der vielen Berlinerinnen und Berliner zeigt, dass die Stadt ein Ort der Solidarität ist. Die vielen und kreativen Angebote aus der Zivilgesellschaft stehen für Offenheit und Toleranz der Hauptstadt gegenüber jenen, die Schutz vor Verfolgung und Gewalt suchen. Die Plattform „alle-helfen-jetzt.de“ schafft Synergien zwischen Wirtschaft und Initiativen und macht so die Übernahme von Verantwortung in schwieriger Zeit leichter – für beide Seiten“, sagt Daniela Augenstein, Staatssekretärin und Sprecherin des Senats.

Die Plattform schafft Transparenz über Projekte. So soll Hilfe schneller ankommen und Integration gefördert werden: „Unser Berlin-Partner-Netzwerk mit über 270 Unternehmen und Institutionen spiegelt uns wider, dass sich die Berliner Wirtschaft für Geflüchtete engagieren möchte – und zwar langfristig und gezielt. Mit der Plattform vermitteln wir daher sehr passgenaue Unterstützungsangebote der Unternehmen an die Hilfsprojekte. Das ist ein wichtiger Baustein zur Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt“, so Andrea Joras, Geschäftsführerin von Partner für Berlin. Um eine möglichst langfristige Kooperationen zu fördern, definieren die Hilfsprojekte ihre Bedarfe sehr genau. Über die Plattform wird dann ein möglichst passender Matching-Partner unter den Unternehmen gefunden – oft geht es um mehr als um Geldspenden:

Refugees on Rails – Fachkräfte in Arbeit bringen

Über 40.000 offene IT-Stellen sind es auf der einen Seite, auf der anderen Seite hochkompetente Menschen mit teils bereits begonnenen IT-Ausbildungen unter den Geflüchteten – eine Gleichung, die Anne Riechert nicht mehr aus dem Kopf ging. Sie gründete die Initiative „Refugees on Rails“, sammelte hunderte gebrauchte Laptops und eröffnete eine Programmier-Schule für Geflüchtete. „Um sich eine Zukunft aufzubauen, benötigen Flüchtlinge vor allem eine relevante Berufsausbildung sowie ein lokales Netzwerk. Mit der Initiative schaffen wir die nötige Infrastruktur zur Weiterbildung aber auch das soziale Umfeld für eine langfristige Integration“, sagt Anne Riechert. Die erste Klasse startet im Januar. Genau hier konnte die Initiative mit einem Angebot von Cisco Systems gematcht werden: Cisco Systems hat eine e-Learning-Plattform für IT-Fachkräfte entwickelt, die bereits rund 35.000 Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland hat. Die Plattform soll nun auch für Geflüchtete geöffnet werden, um diesen den Jobeinstieg zu erleichtern. „Bildung und Technik sind der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und zur Überwindung sozialer Grenzen. Mit der Cisco Networking Academy qualifizieren wir dringend benötigte IT-Fachkräfte und unterstützen Geflüchtete dabei, sich eine langfristige berufliche Perspektive zu schaffen“, sagt Tobias Koeppel, CSR Manager bei Cisco Systems. Vom Grundlagenkurs bis zur industriezertifizierten Ausbildung umfasst das System ein breites Angebot, das sogar bereits in arabischer Sprache vorliegt.
Weitere Informationen zum Hilfsprojekt unter www.refugeesonrails.org

Sharehaus Refugio – Integration und Unternehmertum fördern
Ein weiteres der zahlreichen Hilfsprojekte ist das Sharehaus Refugio Berlin, ein Projekt der Berliner Stadtmission e.V.: Im Refugio leben und arbeiten auf fünf Etagen Menschen, die ihre Heimat verloren haben, oder die nach neuem Leben und neuen Gemeinschaften suchen. „Teilen macht reich, darum das Share. Und Haus, weil wir inspirierende Menschen unter einem Dach zusammenbringen“, sagt Sven Lager, Leiter des Sharehaus Refugio, „wir etablieren beispielsweise Co-Working und Werkstätten und entwickeln gemeinsam soziale Unternehmen und Netzwerke mit befreundeten Initiativen.“ Ein Ansatz, den Total Deutschland gerne unterstützt. Im Rahmen seiner Initiative „Total hilft Helfern“ wird das Sharehaus Refugio nun gefördert: „Wir möchten vor allem die Helferinnen und Helfer bestärken, die sich in Mikroprojekten ganz konkret vor Ort dafür einsetzen, Flüchtlingen zu helfen und den freundschaftlichen Kontakt zu pflegen. Das kann über den Unterricht der deutschen Sprache erfolgen oder auch durch die Förderung konkreter beruflicher Perspektiven. Wir wollen damit das Engagement der Bürgerinnen und Bürger stärken und wenden uns bewusst an unsere Kunden, um ihre Projekte zu unterstützen“, so Burkhard Reuss, Direktor Kommunikation und Public Affairs bei Total Deutschland, „Total wird das Sharehaus Refugio nun bei der Renovierung eines Co-Working- und Veranstaltungsraumes mit 5.000 Euro unterstützen.“
Weitere Informationen zum Hilfsprojekt unter www.refugio.berlin

Die Initiative alle-helfen-jetzt.de wird von zahlreichen Akteuren der Berliner Wirtschaft unterstützt und in ihre Netzwerke getragen, darunter unter anderem visitBerlin, die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg UVB,  der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) sowie der DEHOGA.