Berlin is knorke: MINT-Fächer im Fokus
Berlin, 22. Dezember 2025 – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – die sogenannten MINT-Fächer gehören für viele Schülerinnen und Schüler nicht zu den beliebtesten Inhalten, mit denen sie sich in der Schule beschäftigen. Dementsprechend gering war bisher auch die Zahl derer, die sich in diesen Bereichen für ein Studium entschieden. Laut einer Mitteilung des Verbands Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland (VBIO) und auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes sank die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in MINT-Fächern im Studienjahr 2021 um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Studienjahr 2024 / 2025 hingegen stellte das Statistische Bundesamt überdurchschnittliche Anstiege in MINT-Fächergruppen wie Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften fest. Eine durchaus spannende Entwicklung, an der sich auch das Projekt MINTinside aktiv beteiligt. Denn MINTinside setzt in der Region Nordwest-Berlin-Brandenburg genau dort an, wo sich dem Fachkräftemangel von morgen am besten entgegenwirken lässt: bei Kindern und Jugendlichen.
Zunächst einige Fakten: MINTinside wurde 2022 gegründet und ist ein Kooperationsprojekt des Biotechnologieverbunds Berlin-Brandenburg (bbb),der Berliner Hochschule für Technik (BHT) und der Stadt Hennigsdorf. Das gemeinsame Ziel ist es, ein regionales MINT-Cluster zu etablieren und es somit Anbieterinnen und Anbietern zu ermöglichen, ihre Angebote zu vernetzen und gebündelt zu kommunizieren sowie sichtbarer zu machen. Auf der Website des Projekts können Unternehmen MINT-Berufe vorstellen, Anbieterinnen und Anbieter auf ihre Angebote aufmerksam machen und Interessierte Workshops, Kurse und Projekte finden.
Für noch mehr Erlebnis bietet MINTinside Kindern und Jugendlichen in der hauseigenen Werkstatt in Hennigsdorf ausreichend Raum, um sich experimentell auszuprobieren – etwa mit 3D-Druck, Robotik, Mikroskopie oder Programmieren. Besonders beliebt: das Herstellen von Seifen, die die Nachwuchstalente anschließend mit nach Hause nehmen können. Die Werkstatt wird über Spenden finanziert und die Angebote vor Ort sind kostenlos. Schulkooperationen, Angebote für Hortgruppen und digitale Selbstlern-Kurse ergänzen das Angebot von MINTinside.
2024 wurde das Projekt im Rahmen der Ausschreibung „MINT-Regionen wirken“ von der Körber-Stiftung für den MINTinsider-Pass ausgezeichnet und durfte sich über ein Preisgeld von 5.000 Euro freuen. Der MINTinsider-Pass ist ein Sammelpass, mit dem Kinder und Jugendliche für jeden besuchten Workshop oder jedes abgeschlossene Projekt Sticker sammeln. Ist der Pass voll, gibt es eine Urkunde, mit der die Kinder und Jugendlichen als „MINT Insider“ ausgezeichnet werden. Verfügt das Projekt über ausreichend Spenden, gibt es obendrauf einen Anerkennungspreis – etwa Freikarten fürs Freibad. Das Sammelsystem ist ein echter Motivator – so stiegen die Teilnehmendenzahlen nach Einführung stark an
Und wie soll es weitergehen? Am besten mit starken Partnerinnen und Partnern. MINTinside möchte die Kooperationen mit Unternehmen und weiteren Akteurinnen und Akteuren aus der Region ausbauen und gemeinsam das Interesse und die Freude an MINT-Fächern fördern. Anfragen von Interessenten sind somit sicherlich gerne gesehen.