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Neues Berliner Büro in Indien

Berlin, 17. März 2026 – Berlin setzt auf Internationalisierung. Zumindest, wenn es nach Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey geht. Gemeinsam mit Berliner Unternehmensvertreterinnen und -vertretern reist sie vom 17. bis zum 20. März in die indische Metropole Bengaluru, um dort ein Berliner Büro zu eröffnen. Nach New York und Peking ist es das dritte Auslandsbüro, das sich fernab der Spree vor allem dem Thema Fachkräftegewinnung widmen soll. Zu diesem Zweck werden mehrere indische Institutionen aktiv zur Zusammenarbeit in puncto nachhaltige und fair gestaltete Fachkräftegewinnung eingeladen.

Der Eröffnung der Auslandsrepräsentanz geht eine erste Reise nach Indien im Juli 2025 voraus. Auch auf dieser wurde Senatorin Giffey bereits von einer ausgewählten Wirtschaftsdelegation begleitet. Sie unterzeichnete vor Ort zudem eine Vereinbarung über die wirtschaftliche Zusammenarbeit Berlins mit dem Bundesstaat Karnataka. In dessen Hauptstadt Bengaluru ist das Berliner Indien-Büro zukünftig ansässig. Die 13-Millionen-Metropole ist die viertgrößte Stadt des Landes und gilt als indisches „Silicon Valley“. Neben IT und Elektronik spielen auch Sektoren wie Biotechnologie, Luft- und Raumfahrt sowie Elektromobilität im Wissenschaftszentrum Bengaluru eine wichtige Rolle. Vor Ort sind Konzerne wie unter anderem Mercedes-Benz, SAP und Continental ansässig. Zudem verbinden Berlin und Karnataka bereits seit einigen Jahren enge wirtschaftliche Beziehungen, die sich durch die Etablierung des Verbindungsbüros nun noch intensivieren dürften.

Die verstärkte Präsenz in Indien ist Teil der Internationalisierungsstrategie der Berliner Wirtschaftsverwaltung. Senatorin Giffey selbst betrachtet Indien als zentralen Baustein des Internationalisierungskonzepts. Die Zusammenarbeit biete großes Potential.[1] Dies macht auch das Rahmenprogramm der Reise deutlich. Neben der Büroeröffnung und einer anschließenden Pressekonferenz erwarten die Reisenden Networking-Events, Diskussions- und Austauschformate sowie ein Besuch bei Bellatrix Aerospace. Teil der Delegation sind unter anderem Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, David Kremers, Bereichsleiter Talent bei Berlin Partner, Jeannine Koch, CEO von medianet, Laura Möller, CEO und Gründerin der Transfer-Plattform UNITE, und Dr. Karsten Mühlenfeld, Managing Director bei der Berlin Brandenburg Aerospace Allianz.

In der Berliner Internationalisierungsstrategie heißt es unter anderem, „Indien entwickelt sich in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Digitalisierung in hohem Tempo zu einem globalen Akteur“. Und auch Berlin hat in eben jenen Sektoren bereits viel Expertise und noch mehr Entwicklungspotential zu bieten. Gleichzeitig wirbt die Delegation vor Ort um Investitionen und Fachkräfte für die deutsche Hauptstadtregion. Mit dem neu eröffneten Büro ergeben sich für Berlin somit neue und direktere Kommunikationskanäle in die südindische Metropole. Denn auch das ist Teil der Berliner Strategie: globale Vernetzung als Antwort auf aktuelle Herausforderungen.

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