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Auf einen Small-Talk mit Robert Sprajcar

Robert Sprajcar, CEO der DIEAG Unternehmensgruppe   

 

1. Warum engagieren Sie sich als Berlin-Partner? 

Bauen ist nichts, was man im stillen Kämmerlein tut. Als Immobilienprojektentwickler schaffen wir jene Orte, an und in denen die Bewohner Berlins leben und arbeiten. Und so tritt man beim Bauen auch stets mit Menschen in den Dialog – sei es, indem man die Perspektive des zukünftigen Nutzers einnimmt und diesen in die Planung eines Gebäudes mit einbezieht oder aber indem man die Wünsche der Anwohnerschaft an dessen Umfeldgestaltung berücksichtigt.

Wir beschäftigen uns also täglich mit der Frage, was eine Stadt wie Berlin sowohl für Menschen als auch für Unternehmen attraktiv macht und stellen den Menschen in den Mittelpunkt aller unserer Überlegungen. Das geht nur im Miteinander. Eine Großstadt wie Berlin lebt vom Zusammenwirken einer Vielzahl engagierter Menschen. Wir wollen in diesem großen Ganzen unseren Beitrag leisten und uns gemeinsam mit den übrigen Berlin-Partnern für den Wirtschaftsstandort Berlin starkmachen und zusammen unsere Stadt nachhaltig lebenswert und attraktiv gestalten.  

 

2. Was bewegt Ihr Unternehmen, woran arbeiten Sie gerade? 

Eines unserer größten Anliegen ist es, den bezahlbaren Wohnungsbau, den wir bereits in der Vergangenheit erfolgreich realisiert haben, mit voller Kraft voranzutreiben. Dafür braucht es neben verlässlichen rechtlichen Rahmenbedingungen, beschleunigten Genehmigungsverfahren und attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten auch eine neue wohnkulturelle Offenheit für systemisch geplante serielle Fertigungsansätze. Auf deren Basis können und wollen wir zusammen mit unseren Partnern einen wirksamen Beitrag zur bezahlbaren Wohnraumversorgung in der Hauptstadt leisten.

Unsere Pipeline ist aber auch ansonsten gut gefüllt – von der Beratung kommunaler Entscheidungsträger zur Transformation und Aktivierung großer Brownfields über das Service Development von Quartiersprojekten für öffentliche und private Auftraggeber bis hin zu klassischen Wohnungsbauprojekten ist alles dabei. In unseren aktuellen Entwicklungsvorhaben profitieren wir selbstverständlich von unserem Track Record in Konzeption und Aktivierung großer Quartiersentwicklungen sowie der Ansiedlung anspruchsvoller Gewerbetreibender in der Stadt.

So begegnet uns regelmäßig die Frage, wie wir mit spezialisierten Immobilienlösungen den individuellen baulichen Anforderungen wissenschaftsnaher High-Tech-Betriebe aus den LifeSciences, der Halbleiter- und Sensortechnik sowie Industrie-4.0 gerecht werden und diesen mit unseren Lösungen zum idealen Unternehmensstandort verhelfen können.

 

3. Was schätzen Sie am (Wirtschafts-)Standort Berlin? 

Im Zentrum unseres kreativen Schaffens steht die Frage, wie sich urbane Räume durch innovative Ansätze nachhaltig und lebenswert gestalten lassen. Berlin bietet diesbezüglich ein schier unendliches Betätigungsfeld. Berlin ist immer noch „unfertig“, gleichzeitig jedoch zusammen mit seinem Brandenburger Speckgürtel der größte Metropolraum Deutschlands.

Mit den unzähligen Transformationsflächen in Stadt und Umland findet sich auch weiterhin enormes Potenzial für großvolumige Quartiersprojekte. Erfolgreich entwickelte Transformationsareale wie z.B. der Technologiepark Adlershof und der EUREF-Campus zeigen exemplarisch, wie stark die Anziehungskraft Berlins auf Unternehmen aus aller Welt ist. Gleichzeitig ist die Berliner Wirtschafts- wie auch die Wissenschaftslandschaft unvergleichlich breit und vielschichtig aufgestellt. Die daraus resultierende Resilienz in Kombination mit der oft kritisierten Unfertigkeit der Stadt, ihren historisch bedingten Narben und Lücken, bietet uns die Chance, bautechnische Innovationen in zukunftsorientierten städtebaulichen Konzepten umzusetzen.

 

4. Was zeichnet Ihr Unternehmen am Standort Berlin in Sachen Innovation aus? 

Wir betrachten Innovation als strategischen Erfolgsfaktor. Nicht nur in der Neubauplanung, wo wir seit langem auf einen inhouse entwickelten KI-gestützten lernenden Algorithmus zum systemischen Planen und Bauen (SPB) setzen, sondern auch im Projektmanagement. Was uns dabei auszeichnet ist eine ausgeprägte Schnittstellenkompetenz, sowohl innerhalb der Projektorganisation als auch zu vorhabenbezogenen externen Stakeholdern, Behörden und der Politik, die aus einem speziellen Dienstleistungs- und Partnerschaftsansatz resultiert.

Kern dieses Ansatzes ist das DIEAG Innovation LAB, durch das wir schnell und umfassend auf eine ganze Reihe unternehmenseigner Kompetenzen sowie externe Experten in unserem weitreichenden Netzwerk zurückgreifen und eine schnelle, bedarfs- und auftraggeberwunschgerechte Skalierung der Projektorganisation vornehmen können. Auf der Ebene einzelner Projekte gliedert sich dieses LAB in einzelne projektspezifisch kuratierte Netzwerkplattformen, die interdisziplinär und über alle Projektphasen hinweg Trend-Monitoring, Konzeptvalidierung und Stakeholder-Dialog verbinden und die Projektentwicklung auf diese Weise gezielt mit externen Impulsen aus Stadtgesellschaft, Kunst, Kultur und Politik sowie der Wissenschaft verknüpfen.

Mit dem LAB-Ansatz gehen wir über den klassischen Leistungsumfang der Bestands- und Projektentwicklung hinaus und erschließen damit völlig neue Wertschöpfungspotenziale für unsere Kunden, die durch deren positive Nebeneffekte auch der Allgemeinheit zugutekommen. Letzten Endes profitieren davon auch unsere Investoren, denn zukunftsfähige, langfristig funktionale und attraktive Gewerbe- und Wohnquartiere versprechen auch eine langfristig stabile Wertentwicklung.

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