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32bit Mobile Medizin GmbH

Tobias Lippek, Gründer und Geschäftsführer der 32bit Mobile Medizin GmbH    

 

1. Beschreiben Sie Ihr Unternehmen in wenigen Sätzen.

Die 32bit Mobile Medizin GmbH bringt zahnärztliche Versorgung dorthin, wo sie gebraucht wird — in Pflegeeinrichtungen, Unternehmen, ländliche Regionen, und zu Menschen, die den Weg in eine Praxis nicht mehr schaffen. Dafür entwickeln und betreiben wir voll ausgestattete mobile Behandlungseinheiten. Unser Hub-and-Spoke-Modell erweitert Zahnarztpraxen, mit denen wir kooperieren.  

 

2. Warum engagieren Sie sich als Berlin-Partner? 

Berlin ist unser Gründungsstandort und der Ort, an dem Gesundheitswirtschaft, Technologie und soziales Unternehmertum zusammenkommen. Als Berlin-Partner möchten wir dieses Umfeld aktiv mitgestalten — und gleichzeitig den Austausch mit anderen Unternehmen im Netzwerk nutzen. Konkret können wir Berlin-Partnern mit unserem Konzept „Café Dental“ einen echten Mehrwert bieten: niedrigschwellige zahnärztliche Präventionsangebote direkt am Arbeitsplatz, als Baustein im Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

 

3. Welche Themen treiben Sie in Bezug auf Ihre Branche an? 

Gesundheitliche Chancengleichheit. In Deutschland erhält nur etwa jeder sechste Pflegebedürftige regelmäßige zahnärztliche Behandlung. In ländlichen Regionen schließen jedes Jahr Praxen ohne Nachfolge. Wir arbeiten daran, diese Lücken mit mobiler, aufsuchender Zahnmedizin zu schließen, indem wir die Zukunftsfähigkeit von Praxen auf dem Land erhöhen. Zudem treiben uns die Fragen an: Wie gewinnen wir Fachkräfte im ländlichen Raum? Und wie fördern wir Mundgesundheit in der betrieblichen Prävention — etwa durch Vorsorge-Angebote direkt in Unternehmen?

 

4. Was macht Berlin für Sie besonders?

Berlin denkt Gesundheit über Fachgrenzen hinweg. Die Nähe zur Charité, TU Berlin, zum Gesundheitsnetzwerk, zu gesundheitspolitischen Institutionen und zu einer starken Gründungsszene schafft ein Umfeld, in dem neue Versorgungsmodelle nicht nur diskutiert, sondern auch umgesetzt werden können. Und: Berlin hat einen Gestaltungswillen, der gut zu unserem Ansatz passt — nicht abwarten, sondern machen.

 

5. Warum ist Berlin attraktiv für Ihr Unternehmen? 

Unser zahnmedizinisches Team, unsere Fahrzeugentwicklung und unsere strategische Steuerung sitzen in Berlin. Hier finden wir die Menschen, die es braucht, um Medizintechnik, Softwareentwicklung und Versorgungsforschung zusammenzubringen. Der Zugang zu Förderprogrammen des Bundes und des Landes sowie das Netzwerk aus Gesundheitsunternehmen und Forschungseinrichtungen machen den Standort für uns unverzichtbar.

 

6.  Wofür steht für Sie Berlin?

Für den Mut, Dinge anders zu machen. Und für die Überzeugung, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlicher Nutzen kein Widerspruch sind. Berlin ist für uns der Ort, an dem man Fragen stellen darf — auch an das Gesundheitssystem.

 

7.  Wie setzt Ihr Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit um?

Nachhaltigkeit heißt für uns vor allem: Zugang schaffen, Daseinsvorsorge sichern. Wir bringen zahnärztliche Versorgung zu Menschen, die sie sonst nicht bekommen würden — das ist soziale Nachhaltigkeit. Zugleich reduzieren unsere mobilen Einheiten Patiententransporte. Und ökonomisch gilt bei uns ein Reinvestitionsgebot: Überschüsse fließen ins Unternehmen zurück, nicht in kurzfristige Rendite. Das ist Teil unserer Unternehmensphilosophie.

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