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Antrieb für die Wirtschaft

Berlin, 07.10.2026 - Ob im Handel, im Handwerk, in der Logistik, im Bau oder im Dienstleistungssektor: Nutzfahrzeuge sind das logistische Rückgrat vieler Betriebe. Sie sorgen täglich dafür, dass Prozesse reibungslos ablaufen, Waren pünktlich ankommen und Aufträge zuverlässig erfüllt werden. Angesichts steigender Kraftstoffkosten und wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen wird die Frage nach einer wirtschaftlichen und zukunftssicheren Mobilität für Unternehmen immer drängender. Immer mehr Unternehmen prüfen daher den Umstieg auf elektrische Nutzfahrzeuge oder setzen diesen bereits konkret um.

Dass Elektromobilität kein Zukunftsversprechen, sondern ein handfester Wirtschaftsfaktor ist, hat die auf Innenausbau in der Hotellerie spezialisierte DSH GmbH früh erkannt. Das Unternehmen setzt seit einigen Jahren konsequent auf E-Transporter und denkt zudem die erforderlichen Lademöglichkeiten mit. Dabei ist die betriebliche Ladeinfrastruktur mit einer Photovoltaikanlage gekoppelt, sodass ein Großteil des benötigten Stroms selbst erzeugt werden kann. „Durch die Umstellung unserer Flotte auf E-Mobilität und die Integration der Solaranlage in unser Lademanagement konnten wir die Fuhrparkkosten um 30 Prozent senken.“, berichtet Diana von Lützau, Geschäftsführerin der DSH GmbH.

Elektrischer Schwerlastverkehr: Ladeinfrastruktur als Standortfaktor

Während elektrische Transporter bereits in vielen Betrieben erfolgreich im Einsatz sind, gewinnt auch die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs spürbar an Fahrt. Gleichzeitig wird deutlich: Der Erfolg dieser Entwicklung hängt in besonderem Maße von einer zukunftsfähigen Ladeinfrastruktur ab.

Wie dies in der Praxis gelingen kann, zeigt ein aktuelles Leuchtturmprojekt am Berliner Westhafen. Unter der Schirmherrschaft der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt realisieren die BEHALA (Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH) und die CutPower-Gruppe den ersten öffentlich nutzbaren Mega-Charging-Hub für elektrische Nutzfahrzeuge aller Größenklassen. Auf mehr als 130 Metern entstehen acht Ladeplätze, welche eine gleichzeitige Ladeleistung von bis zu einem Megawatt pro E-Lkw ermöglichen. Ein Batteriespeicher stellt bei Bedarf zusätzliche Leistung zur Verfügung und reduziert somit die Netzbelastungen.

„Die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs braucht Infrastruktur, die mit dem Markthochlauf Schritt hält. Mit diesem Projekt schaffen wir in Berlin eine europaweite Benchmark für die Logistik von morgen“, sagt Karl Eberhard Hunke, Vorstand der CUT POWER AG. Das Hamburger Unternehmen entwickelt und betreibt deutschlandweit sowie in Österreich innovative Ladeparks für superschnelles Laden.

Auch die BEHALA befasst sich seit Jahren mit E-Mobilität. Neben E-Lkw kommen dort Spezialfahrzeuge, beispielsweise das elektrisch betriebene Schubboot ELEKTRA, zum Einsatz. Für die BEHALA trägt das gemeinsame Projekt dazu bei, die Rahmenbedingungen für Elektromobilität am Standort gezielt weiterzuentwickeln. „Der Westhafen ist ein zentraler Knotenpunkt für Warenströme in der Hauptstadtregion. Mit moderner Ladeinfrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen für einen emissionsärmeren Güterverkehr und stärken zugleich die Zukunftsfähigkeit des Standorts“, betont BEHALA-Geschäftsführerin Petra Cardinal.

Berlin unterstützt die Entwicklung auch finanziell

Mit dem Förderprogramm Wirtschaftsnahe Elektromobilität (WELMO) unterstützt die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe kleine und mittlere Unternehmen unter anderem bei der Anschaffung von E-Nutzfahrzeugen sowie beim Aufbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur.

Viele Unternehmen stehen bei der Elektrifizierung ihrer Flotten jedoch weiterhin vor Fragen zu Fahrzeugen, Ladeinfrastruktur und Wirtschaftlichkeit. Die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO unterstützt diese als Landesagentur und Teil der Wirtschaftsförderung dabei, geeignete Elektrifizierungspotenziale zu identifizieren, passende Partner für Planung, Aufbau und den Betrieb von Ladeinfrastruktur zu finden und informiert über relevante Fördermöglichkeiten. (www.emo-berlin.de)

Wie Elektromobilität in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigt dieeMO-Projektbörse am 6. November.Sie bietet Unternehmen Praxisbeispiele, Fachinformationen und die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Expert*innen der Branche. Weitere Informationen finden Sie über den untenstehenden QR-Code.

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