Auf einen Small Talk mit Kathrin Anselm
Kathrin Anselm, Geschäftsführerin für Zentral- und Osteuropa bei Airbnb
1. Warum engagieren Sie sich als Berlin-Partner?
Als Berlin-Partner wollen wir dazu beitragen, dass Gäste aus aller Welt die Stadt in all ihren Facetten entdecken können, auch abseits der bekannten Kieze. Damit dieser Tourismus der ganzen Stadt zugutekommt, braucht es eine enge Zusammenarbeit mit der Berliner Verwaltung. So bieten wir beispielsweise allen Bezirken Zugang zum Airbnb Städte-Portal. Das digitale Tool gibt ihnen Einblicke in aggregierte Tourismusdaten auf Bezirksebene und unterstützt bei der Durchsetzung von Vorschriften für die Kurzzeitvermietung. Bereits elf von zwölf Bezirken nutzen das Städte-Portal. Als Berlin-Partner wollen wir diesen Weg weitergehen und Berlin als internationalen Standort stärken.
2. Was bewegt Ihr Unternehmen, woran arbeiten Sie gerade?
Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen nach Berlin: zum Reisen, zum Arbeiten oder zum Studieren. Gleichzeitig ist Wohnraum knapp. Beides in Einklang zu bringen, beschäftigt uns gerade besonders. Um Wohnraum langfristig zu schützen, setzen wir uns für die Einhaltung lokaler Vorschriften ein: Airbnb unterstützt die im Rahmen des Berliner Gesetzes über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (Zweckentfremdungsverbot-Gesetz) sowie die neue EU-Verordnung vorgesehene Registrierungspflicht mit einer speziellen technischen Lösung, die nur Registriernummern im korrekten Format zulässt. Inserate, die diese Anforderungen nicht erfüllen, werden für die Kurzzeitvermietung über Airbnb nicht angeboten. Damit ist Airbnb Vorreiter unter den Reiseplattformen.
Zusätzlich zeigen wir auf, wofür flexibler Wohnraum jenseits des Tourismus genutzt wird: Zum Wintersemester 2026/27 bauen wir gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin unser Wohnstipendium aus und öffnen es für alle zugezogenen Erstsemester.
Wir erhöhen die Fördersumme auf 400.000 Euro und bieten so bis zu 250 Studierenden als Starthilfe einen Coupon zur Buchung einer vorübergehenden Unterkunft auf Airbnb in Berlin an. Eine solche temporäre Unterkunft schließt für Studierende die Lücke zwischen Ankommen und Bleiben.
3. Was schätzen Sie am (Wirtschafts-)Standort Berlin?
Was wir an Berlin schätzen, lässt sich mit drei Worten sagen: lebendig, divers und gastfreundlich, und das in allen Bezirken. Die Berliner Kunst- und Kulturszene ist das Aushängeschild der Stadt und von einer einzigartigen Vielfalt geprägt, die Gäste aus aller Welt in die Hauptstadt lockt. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Berlin: Rund 3 Millionen Gästenächte im Jahr 2023 führten zu über 530 Millionen Euro an direkten Tourismusausgaben über die Kurzzeitvermietung. Die Kurzzeitvermietung in Berlin unterstützt knapp 8.730 Arbeitsplätze und damit Löhne von 312 Millionen Euro.1
Die große Mehrheit der Gastgeber:innen auf Airbnb, sind Privatpersonen, die gelegentlich ihre Wohnung oder ein Privatzimmer teilen, um beispielsweise steigende Lebenshaltungskosten zu decken. 70 Prozent der Gastgeber:innen in Berlin vermieten nur eine Unterkunft.2 Für Gäste wiederum stellt Airbnb eine erschwingliche und inklusive Option im touristischen Angebot dar, insbesondere für Familien und Studierende.
4. Was zeichnet Ihr Unternehmen am Standort Berlin in Sachen Miteinander aus?
Miteinander heißt für uns, die Herausforderungen, vor denen Städte heutzutage stehen, gemeinsam anzugehen. Wir nehmen die Sorgen der Städte und Gemeinden zum Schutz von Wohnraum sehr ernst und arbeiten mit Städten wie z.B. Berlin zusammen, um Regeln umzusetzen, die Wohnraum effektiv schützen und es gleichzeitig Privatpersonen zu ermöglichen, ihr Zuhause gelegentlich zu teilen. Miteinander heißt für uns aber auch, sich dort zu engagieren, wo es um Zusammenhalt geht. Airbnb war 2025 Partner der Berlin Freedom Week und Berlin Freedom Conference und wir bekräftigen unser Engagement in diesem Jahr erneut als Sponsor eines Formats, das Berlin als internationalen Standort des Austauschs über Freiheit, Menschenrechte und Demokratie präsentiert..