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„Dauert noch ein bisschen, aber wird mega“

Berlin, 26. Juni 2026 – Was wird aus dem „Raumschiff der City West“? Das stillgelegte ICC am Messegelände gilt schon länger als „Lost Place“ mitten in der Stadt. Nun hat das Land Berlin einen Meilenstein in Sachen Zukunftsplanung für das traditionsreiche Gebäude erreicht. Für die „Projektpartnerschaft Quartier ICC“ wurde eine offizielle Vergabeempfehlung ausgesprochen. Somit nimmt die Wiederbelebung des denkmalgeschützten Berliner Wahrzeichens langsam Fahrt auf.

Die Projektpartnerschaft vereint Unternehmen sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Projektentwicklung und -steuerung, Architektur, Stadtplanung, Kunst- und Kulturmanagement, Denkmalpflege, Ingenieurwesen und Bauausführung. Dazu zählen die Arup Deutschland GmbH, die Coloured Fields GmbH, die GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH, die HOCHTIEF Infrastructure GmbH, die ICCA Projektgruppe / Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank, die KVL Projektmanagement Berlin GmbH, die Max Dudler GmbH,MIB AG Immobilien und Beteiligungen sowie die schneider+schumacher Planungsgesellschaft mbH. Das gemeinsame Ziel ist es, das seit 2014 stillgelegte ICC in ein vielfältiges, öffentlich zugängliches Quartier mit internationaler Strahlkraft zu transformieren.

Das Konzept sieht die Öffnung des Gebäudes für unterschiedliche Zielgruppen und Nutzungsformate vor. Neben Raum für Veranstaltungen und Konzerte sollen Ausstellungsflächen, Gastronomieangebote, Studios, Galerien und Nutzflächen für Kultur- und Kreativschaffende entstehen. Zusätzlich soll eine Passage im Erdgeschoss das ICC als lebendigen, urbanen Ort erlebbar machen. Sowohl für das Gebäude als bekannten Anlaufpunkt im Berliner Stadtbild als auch für die Stadt selbst als Wirtschafts- und Innovationsstandort eröffnet das Vorhaben neue Perspektiven. Die Wiederbelebung des architektonisch außergewöhnlichen Gebäudes und das Angebot an Kultur, Kreativwirtschaft und Freizeitgestaltung sollen die Attraktivität des Berliner Westens zusätzlich stärken. Geplant ist außerdem auch die Weiterentwicklung des Umfelds rund um das ICC. Auf den benachbarten Grundstücken am Messedamm sollen neue Gebäude entstehen, die Flächen für Wohnen, Arbeiten, Hotellerie, Gastronomie und Gewerbe bieten.

Mit der Vergabeempfehlung beginnt nun die nächste Phase des Verfahrens. In einer rund zweijährigen Projektvorbereitungsphase werden gemeinsam mit dem Land Berlin zentrale Fragen zu Baurecht, Finanzierung, Denkmalschutz sowie zur weiteren Ausgestaltung des Nutzungs- und Betriebskonzepts geklärt. So sollen bis 2028 die Voraussetzungen für die Vergabe der Erbbaurechte geschaffen werden. Erste Baumaßnahmen könnten ab 2029 beginnen. Die schrittweise Inbetriebnahme des neuen Quartiers ist ab 2032 / 2033 geplant.

Das ICC zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Berliner Nachkriegsmoderne. Die nun ausgesprochene Vergabeempfehlung stellt eine konkrete Entwicklungsperspektive dar – und die Chance, das ICC endlich wieder mit Berliner Leben zu füllen.

Copyright Bilder: Berlin Partner / eventfotografen.berlin

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