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Gemeinsam krisenfest(er)

Berlin, 11. August 2026 – Als im Januar 2026 im Berliner Südwesten tagelang der Strom ausfiel, waren davon nicht nur Privathaushalte, sondern auch Berliner Unternehmen betroffen. Die Produktionen standen still, Filialen, Standorte und Geschäfte mussten geschlossen bleiben. Die Unsicherheit wuchs täglich, die Unternehmen trugen wirtschaftliche Schäden davon. Rückblickend war der Stromausfall der schwerste seiner Art in der Berliner Nachkriegsgeschichte - und bietet auch aus diesem Grund ausreichend Anlass, um sich sowohl aus privater, als auch aus unternehmerischer Sicht eingehender mit dem Thema Vorsorge zu befassen. Denn nicht nur Stromausfälle, sondern auch Cyberangriffe, Extremwetter, Sabotage, Einschränkungen der Lieferketten im Pandemie- oder Epidemiefall sowie Störungen kritischer Infrastrukturen sind reale Bedrohungsszenarien. Damit Berliner Unternehmen sich zum einen besser vorbereiten und zum anderen ihre Resilienz stärken können, haben sich die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK), die Berliner Handwerkskammer (HWK), die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (uvb) und Berlin Partner als Berliner Wirtschaftsfördergesellschaft zusammengeschlossen. Die Initiative bündelt die Angebote und Möglichkeiten der beteiligten Partnerinnen sowie Partner und stellt den im Land Berlin ansässigen Unternehmen zukünftig noch gezielter Informationen, Beratungs-, Unterstützungs- und Schulungsangebote zur Verfügung, um die Berliner Wirtschaft krisenfester und widerstandsfähiger gegenüber Ausnahmeszenarien zu machen. Übergreifend soll Krisenvorsorge somit bestenfalls zur Aufgabe auf Management-Ebene werden und kann als Business Continuity Management, also der Identifizierung und Aufrechterhaltung von betrieblich relevanten Prozessen, zusammengefasst werden.

Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, bestätigt:„Als Wirtschaftsförderung sind wir uns der dynamischen Veränderungen unserer Zeit und der damit verbundenen wachsenden Unsicherheiten sehr bewusst. Mit unseren umfassenden Unternehmens-Services, dem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Transformation sowie einer starken europäischen Vernetzung sind wir jedoch bestens aufgestellt, um Berliner Unternehmen gemeinsam mit unseren Partnern auch in herausfordernden Zeiten wirksam zu unterstützen."

Zu den von der Initiative empfohlenen Maßnahmen zählen unter anderem die Reduktion von Abhängigkeiten durch beispielsweise die Absicherung durch IT-Redundanzen oder die Etablierung eines eigenen Notfall- und Krisenmanagements. Die Partner des Netzwerks bringen Expertise, Impulse und Angebote ein, die in ihrer Gesamtheit als Resilienzkonzept für die Berliner Wirtschaft dienen sollen.

Konkret umfasst das Informations- und Unterstützungsangebot von Berlin Partner verschiedene Services, Beratung zu Bereichen wie Elektromobilität (eMO) und Energieeffizienz (KEK), passende Veranstaltungen und die Vermittlung relevanter Kontakte. Insgesamt bündelt Berlin Partner sechs zentrale Servicebereiche, innerhalb derer Unternehmen Informationen zu Themengebieten wie Innovationen, Kooperation, Nachhaltigkeit, Internationalisierung, Finanzen, Standortsuche oder Recuriting erhalten, darüber hinaus aber auch mit etwa Recherche, Beratung, Kontaktvermittlung sowie dem Zugang zu Netzwerken, Förderstellen, Forschungseinrichtungen und weiteren relevanten Akteurinnen und Akteuren unterstützt werden. Am Berliner Resilienzkonzept ist der Berliner Wirtschaftsförderer mit konkreten Unterstützungsangeboten wie der KEK – Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb sowie der eMO – Berliner Agentur für Elektromobilität beteiligt. Die eMO unterstützt die Berliner Wirtschaft bei der Mobilitätswende hin zu Elektromobilität und informiert über unter anderem nachhaltige Mobilitätslösungen und Ladeinfrastruktur für den Berliner Wirtschaftsverkehr. Die KEK begleitet Berliner Unternehmen dabei, Energie effizienter zu nutzen, Ressourcen zu schonen beziehungsweise sinnvolle Ressourcenkreisläufe einzurichten und Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. Das Angebot zur ökologischen Transformation des eigenen Unternehmens bietet Berlin Partner ebenso an wie den Resilienz-Check und die Beratung zu Elektromobilität gemeinsam mit der Berliner Energieagentur GmbH und im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

Ebenso wie Berlin Partner bringen auch die weiteren Partnerinnen und Partner der Initiative ihre Expertise und Erfahrung zu Themen wie unter anderem einzelbetriebliche Resilienz, Sicherheitspartnerschaften, sicherheitsrelevante Gesetze, Verordnungen und Normen, Vorsorgepläne und Checklisten für Notfälle, Solarprojekte, Cybersicherheit, Risikoidentifikation (Resilienz-Check), Kreislaufwirtschaft und Diversifizierung ein. Das Berliner Resilienzkonzept bietet Unternehmen somit das Fundament, um individuelle Maßnahmen zu ergreifen und die betriebliche Resilienz gegenüber Krisen zu stärken. Gleichzeitig ist es für die Berliner Wirtschaft auch eine Chance, Kooperationen auf- sowie auszubauen und sich bei Herausforderungen oder im Falle von Bedrohungen gegenseitig zu unterstützen. Denn gemeinsam lassen sich Krisen doch immer noch am besten meistern.  

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