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Stark verteidigt

Berlin, 28. April 2026 – Obwohl Berlin kein klassischer Rüstungsstandort ist, gewinnt die Hauptstadtregion in Zeiten der anhaltenden Polykrise zunehmend an Bedeutung für die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Als High Tech- und Innovationshub liegt der Berliner Fokus längst schon auf den sogenannten Dual Use Schlüsseltechnologien wie unter anderem Cybersecurity, Drohnen und New Space, KI, Big Data und Sensorik. Technologien, die insbesondere im Hinblick auf hybride Bedrohungen, Cyberangriffe und zunehmend komplexe sicherheitspolitische Anforderungen verstärkt an Relevanz gewinnen. Die unmittelbare räumliche Nähe von Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft, Politik, Bundesregierung, Bundeswehr und internationalen Partnerinnen sowie Partnern bietet zudem viel Potential für Wissenstransfer und Kooperation. Potential, was im Rahmen der neu gegründeten Initiative „TechHub SVI Ost“ zukünftig noch strukturierter und zielführender genutzt werden soll.

Der „Technology Hub Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Ost“, so der offizielle Titel, wird von der Senatskanzlei Berlin, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Berlin Partner, der Investitionsbank Berlin, den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg sowie der IHK Berlin getragen. Der Startschuss für die Zusammenarbeit unterzeichnender Unternehmen, Institutionen und Organisationen fiel am heutigen Montag, 27. April 2026, im Rahmen der IHK-Konferenz zur Resilienz und Verteidigungsfähigkeit Berlins. Zu den rund 30 Rednerinnen und Rednern sowie insgesamt mehr als 250 Gästen zählten auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, eine Reihe von Staatssekretärinnen und -sekretären sowie Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung sowie des Cyber Innovation Hubs der Bundeswehr.

„Das internationale Interesse an Berlin als Standort für Sicherheits- und Verteidigungsindustrie nimmt spürbar zu. Ausschlaggebend ist die fundierte Kompetenz bei Dual Use Schlüsseltechnologien wie Cybersecurity, Drohnen und New Space, Halbleiter, Additive Fertigung, KI, Sensorik. Hinzu kommen ein internationaler und damit attraktiver Talentpool sowie die Nähe zu Politik, Bundeswehr, vielen Bundesbehörden und europäischen Partnern. Die partnerschaftliche Etablierung des TechHUB SVI Ost ist daher eine konsequente Antwort. Berlin Partner unterstützt den systematischen Aufbau des Ökosystems, koordiniert Akteure und schafft wirksame Formate für Neuansiedlungen und nachhaltiges Innovationsmanagement“, bestätigte Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, und erläuterte die Rolle seines Unternehmens innerhalb der Hub-Struktur.

Das gemeinsame Ziel der beteiligten Akteurinnen und Akteure ist es, eine bundesländerübergreifende Basis für Forschung, Entwicklung sowie Anwendung und insbesondere für Innovationen im Sicherheits- und Verteidigungssektor zu schaffen. Zu diesem Zweck soll die Zusammenarbeit mit Brandenburg und weiteren ostdeutschen Bundesländern, aber auch mit bestehenden Institutionen wie unter anderem dem Innovationszentrum der Bundeswehr gezielt gefördert und gestärkt werden. Denn als Knotenpunkt für Innovationen im Bereich von Sicherheit und Verteidigung soll der Hub Berlin und Ostdeutschland zukünftig auch als strategischer Partner für die Bundeswehr, EU- sowie NATO-Partnerinnen und -Partner repräsentieren. Nach dem erfolgreichen Startschuss in offiziellem Rahmen geht es somit nun darum, eine Steuerungs- und Arbeitsstruktur zu etablieren, den Hub sowie sein Angebotsportfolio inhaltlich auszugestalten und den gemeinsamen Außenauftritt, unter anderem über eine neue Website, zu koordinieren. Um die Aktivitäten aller Beteiligten zielführend zu bündeln, sollen zudem Kooperationsstrukturen und Vernetzungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote erarbeitet werden, die sich an KMUs, Startups und Organisationen aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie richten. Denn, auch darin sind sich Expertinnen und Experten längst einig: Sicherheit und Verteidigung sind Standortfragen. Und Berlin bietet dafür beste Voraussetzungen. 

 

Copyright Bilder: IHK Berlin / Konstantin Gastmann

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