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Berlin Startup Ecosystem Report 2025

Berlin, 20. Februar 2026 – Wer in Berlin ein Unternehmen gründen möchte, ist in guter Gesellschaft. Die Gründungsdynamik in der Hauptstadt ist unter anderem dank Venture Capital und vielen klugen Köpfen mit guten Ideen flexibel und voller Perspektiven zugleich. Das Wachstumspotential ist groß.

Dies lässt sich auch daran festmachen, dass viele ehemalige Mitarbeitende von Berliner „Erfolgsbeispielen“ wie Zalando, HelloFresh, N26 oder Delivery Hero selbst gründen. Beispiele dafür sind unter anderem die Startups Flink oder onu.energy. Insgesamt verzeichnet Berlin 94.000 lokale Jobs, die dem reifen Startup-Ökosystem der Stadt zuzuschreiben sind. Die internationale Talentquote ist ebenfalls hoch.

Nachzulesen ist dies im jüngst erschienen „The Berlin tech ecosystem Report 2025“. Veröffentlicht von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, handelt es sich dabei um einen offiziellen und umfangreichen Analysebericht, der zentrale Kennzahlen, Trends, Herausforderungen und qualitative Einschätzungen zum Berliner Startup-Ökosystem übersichtlich bündelt. Neben Zahlen zur Unternehmenslandschaft enthält der Bericht Informationen zu Branchen- und Themenschwerpunkten, greift strukturelle Herausforderungen auf und gibt Handlungsempfehlungen.

Der aktuelle Report 2025 beschäftigt sich mit dem Berliner Tech-Ökosystem und bestätigt mit starken Zahlen eine ebenso starke These: Berlin ist mit 169 Milliarden Euro Gesamtwert an mit Venture Capital finanzierten Startups das größte Tech-Zentrum sowie nach wie vor das führende Startup-Ökosystem Deutschlands. In der Berliner Metropolregion sind insgesamt 57 Unicorns und Thoroughbreds[1] angesiedelt. Zu den Unicorns zählen unter anderem Auto1 Group oder ATAI Life Science. Berliner Thoroughbreds sind unter anderem kfzteile24, McMakler oder Babbel. Hinzu kommen über 1.400 VC-finanzierte Startups. Die in diesem Kontext treibenden Sektoren sind Enterprise Software, Climate Tech und Fintech. Im Bereich Climate Tech nimmt Berlin mit mehr als 340 Startups und einem Gesamtwert von 800 Millionen Euro an VC-Investitionen Platz 4 im europäischen Vergleich ein. Zu den an der Spree ansässigen Startups zählen unter anderem Enpal, das Solarlösungen für Privathaushalte anbietet, Cloover, das digitale Finanz- und Leasingservices entwickelt, Veganz, das vegane Lebensmittelprodukte produziert, und Lemmo, das auf nachhaltige Mobilitätslösungen spezialisiert ist.

Im Bereich Künstliche Intelligenz nimmt Berlin im europäischen Vergleich Platz 3 ein. Grund dafür sind die in der Hauptstadtregion ansässigen mehr als 9.000 KI-Expertinnen und -Experten im Bereich der Frontier-AI-Forschung. Im Durchschnitt der letzten 10 Jahre kommt Berlin auf mehr als 120 neue, VC-finanzierte Startups pro Jahr. 37 % der Berliner Startups, die sich in ihrer frühen Gründungs- und in ihrer ersten Finanzierungsphase befinden, erreichen eine Series-A-Finanzierung. Die Übergangsquote von Seed zu Series A ist in Berlin damit höher als in München, London oder Paris. Im Zeitraum von 2020 bis 2025 gingen zudem 17 % des VC-Kapitals an weibliche Gründerinnen und Startups mit weiblicher Beteiligung in der Führungsetage wie unter anderem Mambu, HER ONE, Urbanara oder Doctorly. Dies dürfte auch an der guten Infrastruktur und vielen Fördermöglichkeiten liegen. In Berlin gibt es eine Vielzahl an starken öffentlichen Initiativen wie etwa Berlin Startup Scholarship oder IBB Ventures sowie private Hubs wie Merantix AI Campus oder Betahaus, die Gründerinnen und Gründern Möglichkeiten und Perspektiven bieten.

Der Bericht beleuchtet auch einige Herausforderungen. So ist Berlin besonders in Early-Stage-Phasen stärker auf ausländisches Kapital angewiesen als andere Startup-Hubs. In zukunftsträchtigen Bereichen wie Künstlicher Intelligenz und Fintech steht die Spreemetropole zudem im direkten Wettbewerb mit London und Paris, während innerdeutsch München die universitären Sprintouts dominiert. Zusammenfassend lässt sich dennoch festhalten, dass Berlin sich in Europa weiterhin als zentraler und überaus relevanter Startup-Hub positioniert und eine attraktive Gründungsdynamik mit viel Potential aufweist.


[1] Der Begriff Thoroughbreds bezeichnet Unternehmen, die im Gegensatz zu Unicorns nicht über hohe Bewertungen definiert sind, sondern über substanzielles, wiederkehrendes und nachhaltiges Umsatzwachstum.

 

 

 

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