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Wie digital sind Berlins Betriebe?

17. Februar 2023  Die Mehrheit der deutschen Unternehmen (84 Prozent) nutzt Daten bisher nur begrenzt im Rahmen ihres Geschäftsmodells und überschaubar für die eigene Wertschöpfung. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie der Technologiestiftung Berlin. Die Ursachen dafür liegen unter anderem in unabgestimmten Datenstrategien auf Managementebene, niedriger Datenqualität oder Sorgen beim Datenschutz.

Durch eine immer intensivere Nutzung mobiler Geräte und Sensorik sowie effizientere technologische Methoden der Datenanalyse hat die globale Datenmenge in den letzten Jahren stark zugenommen. Das befördert auch den Diskurs über Möglichkeiten und Gefahren einer stärkeren Nutzung von Unternehmensdaten oder urbanen Daten für das Gemeinwohl. Zu welchen Zwecken Datennutzung vor Ort in Berlin stattfindet und welche konkreten Wertschöpfungspotenziale sich daraus ergeben, hat sich die Publikation „Datenpotenziale – Wie Datennutzung in der Praxis gelingt“ angeschaut. Sie zeigt an konkreten Praxisbeispielen aus Berlin spezifische Herausforderungen bei der Datennutzung auf und erklärt, wie diese adressiert werden können. Die Beispiele beleuchten die für Berlin besonders relevanten Aspekte Ressourceneffizienz, Kleinstunternehmen, Beratung in Datenprojekten sowie Erhebung und Nutzung urbaner Daten.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) prägen die Berliner Wirtschaft. Bei der Digitalisierung besteht jedoch Aufholbedarf, bevor sie Daten sinnvoll für sich nutzen können. In diesen Unternehmen werden Daten vor allem zur schrittweisen Verbesserung von Prozessen oder graduellen Effizienzsteigerungen genutzt – innovative Datennutzung bleibt eine Seltenheit. Die Ursachen liegen vor allem in unabgestimmten Datenstrategien auf Managementebene, unzureichenden Ressourcen, niedriger Datenqualität oder Sorgen beim Datenschutz. Unternehmen, denen diese entsprechende digitale Reife fehlt, müssen Prozesse und strategische Ansätze neugestalten. Generationswechsel bieten hier oft die Chance zum Einstieg in die Datennutzung. Startups denken die Datennutzung hingegen oft von vorneherein mit.

Stephan Schwarz, Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Die digitale Transformation bietet Unternehmen viele Chancen, stellt sie aber auch oft vor Herausforderungen. Die vorliegenden Erkenntnisse und Empfehlungen der Studie zeigen Wege auf, wie gerade kleine und mittlere Unternehmen die vor ihnen liegenden Aufgaben erfolgreich gestalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Das Land Berlin unterstützt sie dabei auch mit konkreten Förderprogrammen wie der Digitalprämie, die Zuschüsse für Digitalisierungsprozesse bietet. Damit Daten schnell, klug und sicher genutzt werden können, ist auch die Frage der Infrastruktur eine zentrale. Deshalb bauen wir im Rahmen unserer Gigabit-Strategie das Glasfasernetz zusammen mit Partnerunternehmen konsequent aus und konnten im vergangenen Jahr 200.000 Haushalte und Unternehmensstandorte in Berlin neu an das Glasfasernetz anbinden."

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