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Wachstumsreport Optik und Photonik 2021/2022

9. Dezember 2022  Die Photonikbranche in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg hat die Pandemiejahre 2021/2022 insgesamt gut überstanden. Das zeigt der aktuelle Wachstumsreport Optik und Photonik, der eine kennzahlenbasierte Analyse zur wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen im Cluster Optik und Photonik in Berlin und Brandenburg gibt. Demnach erwirtschafteten die 363 Unternehmen aus dem Bereich mit insgesamt 16.400 Beschäftigen 2021 einen Jahresumsatz von 3,6 Milliarden Euro. Bemerkenswert ist, dass die klare Mehrheit (96,7%) der Unternehmen in der Hauptstadtregion klein oder mittelständisch ist. Die zwölf Großunternehmen, unter anderem ASML Berlin und die Rathenower Optik GmbH, erwirtschaften aber mehr als die Hälfte des regionalen Branchenumsatzes.

Neben dem starken Umsatz ist die Branche technologisch breit aufgestellt; das reicht von der Laser- und Lichttechnik, Biophotonik und Augenoptik, Optischer Analytik bis hin zur Photonik und Quantentechnologien für Kommunikation und Sensorik. Auch Querschnittsthemen wie funktionale Materialien und Software/Simulation finden sich in der Berlin-Brandenburger Photoniklandschaft. Der innovative Hightechcharakter der Branche wird außerdem durch die hohe Investitionssumme für Forschung und Entwicklung (FuE) hervorgehoben. So geben die befragten Unternehmen an, dass diese Summe 2021 19% ihres Umsatzes und damit 684 Millionen Euro betrug. Basierend auf den wirtschaftlichen Kennzahlen wurden die mit der Pandemie verbundenen Auswirkungen von den meisten Unternehmen zum Zeitpunkt der Befragung insgesamt gut bewältigt. Infolgedessen erwarten die Unternehmen sogar deutliche Fortschritte bei der Digitalisierung.

Erläutert werden im Report auch die Herausforderungen des Klimawandels sowie Konsequenzen des Fachkräftemangels. Den Ergebnissen nach zu urteilen, sehen die Unternehmen beim Thema Klimaschutz eine hohe Relevanz und gleichzeitig eine hohe Eigenverantwortung, selbst zur Bewältigung der Klimakrise beizutragen. Auch Themen wie Energiewende und Bildung rücken immer mehr in den Fokus. Um die Anziehungskraft für Investitionen am Standort zu stärken, wünschen sich Unternehmen Unterstützung durch die regionalen Netzwerke und Landesregierungen bei der Bildung von MINT-Fachkräften, dem Ausbau der Betriebsfläche in Berlin sowie bei der Verbesserung der Verkehrsanbindung und digitaler Infrastruktur in ländlichen Ortschaften.

Methodik-Hinweis: Die Grundlage der Erhebung bilden 119 im Frühjahr 2022 erfolgreich durchgeführte Interviews mit Führungskräften von insgesamt ca. 360 Unternehmen des Clusters, die einen Schwerpunkt im Bereich der Optik und Photonik haben. Im Auftrag des Clustermanagements wurden diese Interviews vom CATI-Labor der Friedrich-Schiller-Universität Jena am Institut für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie durchgeführt. Zum Zeitpunkt der Befragung hatte der Krieg in der Ukraine noch nicht begonnen.

Zum vollständigen Report:

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