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Wohnraum für Fachkräfte

Berlin, 6. Oktober 2025 – Wohnraum ist knapp und begehrt. So auch in Berlin. Die Debatte um bezahlbare Wohnungen, Wohnungsbau und Mietpreise scheint sich Jahr für Jahr zu verschärfen. Kein Wunder also, dass das Thema Wohnen auch für Unternehmen eine Herausforderung, zugleich aber auch eine Chance darstellt. Eine Herausforderung deshalb, weil es die Ansiedlung von Fachkräften erschwert. Eine Chance aus dem Grund, weil das sogenannte Beschäftigtenwohnen derzeit wieder an Relevanz gewinnt und Unternehmen die Möglichkeit bietet, Nachwuchs- und Fachkräften ihren Lebens- und Arbeitsumständen entsprechend passenden Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Worauf es dabei zu achten gilt, welche Zielgruppen es betrifft und welche Wohnmodelle sich anbieten, lässt sich im kürzlich erschienen „Leitfaden für das Beschäftigtenwohnen“ nachlesen. Der Leitfaden ist eine Initiative von Berlin Partner, dem Berufsförderungswerk Berlin-Brandenburg e.V. (BFW Berlin Brandenburg) sowie der Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK Berlin). Der Inhalt richtet sich an Unternehmen, die Beschäftigtenwohnen als strategisches Instrument ihrer Personal- und Standortpolitik nutzen wollen und die Vermittlung oder Bereitstellung von Wohnraum für ihre Beschäftigten als nachhaltige Investition ansehen.

„Wer Wohnraum für Beschäftigte schafft, investiert nicht nur in soziale Verantwortung, sondern sichert sich ganz klar auch einen Wettbewerbsvorteil, denn der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist längst zu einem limitierenden Standortfaktor geworden. Unser Leitfaden zeigt transparent Optionen auf, wie Unternehmen klug und nachhaltig investieren können, damit es sich auch langfristig für sie auszahlt“, bestätigt Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner.

Welche Impulse können Unternehmen aus dem Leitfaden ziehen? Zunächst ordnet dieser die Begrifflichkeit „Beschäftigtenwohnen“ ein: Worum handelt sich dabei, was sollte man darüber wissen, wie funktioniert es und wieso kann es sich trotz organisatorischem und finanziellem Aufwand nachhaltig auszahlen? Und nicht zu vergessen: Wer genau profitiert davon? An dieser Stelle folgt ein kleiner Spoiler. Denn nicht nur für die Immobilienwirtschaft und die Beschäftigten selbst, auch für Arbeitgebende und schließlich die Kommunen und somit den Standort der Unternehmen ergeben sich aus dem Wohnmodell zahlreiche Vorteile, die der Leitfaden übersichtlich und kompakt benennt.

Vom „großen Ganzen“ geht es anschließend ins „Kleine“ – den nicht minder wichtigen Details. Für welche Zielgruppen bietet sich Beschäftigtenwohnen an? Besonders relevant sind in diesem Kontext Auszubildende und Nachwuchskräfte, aber auch Fach- und Führungskräfte auf Zeit sowie bestehende Mitarbeitende, bei denen sich möglicherweise die Lebensumstände geändert haben. Daran schließen sich die Fragen an: Welche Wohnmodelle gibt es – und für welche Zielgruppe eignet sich was? Der Leitfaden ordnet die Bandbreite unterschiedlicher Wohnmodelle sowie ihre Mischformen ein und erklärt, welche Möglichkeiten Unternehmen haben, um die entsprechenden Modelle zu nutzen. Damit einher geht schließlich ein weiteres Kapitel: die finanzielle und rechtliche Umsetzung. Lohnt es sich, als Unternehmen Wohnungen selbst zu bauen oder bietet es sich viel mehr an, als Zwischenmieter tätig zu werden oder über ein Belegungsrecht eine „Lizenz“ für die Nutzung von Wohneinheiten zu erwerben? Die Antwort darauf hängt immer auch von den Rahmenbedingungen in den jeweiligen Unternehmen ab. Wer allerdings über Kapazitäten, Kapital und schließlich auch Know-how verfügt, erfüllt schon einmal grundlegende Voraussetzungen.

Nach viel Theorie folgt im Anschluss daran auch ein wenig Praxis. Der Leitfaden stellt „Ergebniskörbe“ vor, die verschiedene Anforderungen und Lösungsmodelle enthalten und somit einen ersten konkreten Einblick in die Thematik ermöglichen. Ein Exkurs zu Steuerrecht, Mietrecht und Fördermöglichkeiten sowie eine Auswahl an möglichen Partnerinnen und Partnern, mit denen Unternehmen in die Umsetzung gehen können, runden das Paket an wertvollen Informationen rund um das Beschäftigtenwohnen schließlich ab.

Hier geht es direkt zum Leitfaden: https://www.ihk.de/berlin/beschaeftigtenwohnen

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